ORF berichtet über Zertifikatskurs für geflüchtete Lehrkräfte

21 Lehrkräfte mit Fluchthintergrund begannen am 4. September eine Ausbildung an der Universität Wien.

Mit 21 TeilnehmerInnen startete am Montag, 4. September der Zertifikatskurs „Bildungswissenschaftliche Grundlagen für Lehrkräfte mit Fluchthintergrund“ an der Universität Wien. Die neun Frauen und elf Männer mussten aus ihren Heimatländern Syrien, Tschetschenien, aus dem Irak und aus dem Iran flüchten. Nun bereiten sie sich darauf vor, ihre erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten als Lehrpersonen künftig im österreichischen Schul- und Bildungssystem einzusetzen. Der Zertifikatskurs umfasst  40 ECTS (davon 30 ECTS Theorie sowie 10 ECTS Praxis). Die teilnehmenden Lehrpersonen werden bedarfsorientiert ausgebildet, um nicht nur als LehrerInnen eines Unterrichtsfaches, sondern auch als UnterstützerInnen für die Inklusion insbesondere geflüchteter SchülerInnen in der Sekundar- und Oberstufe mitzuarbeiten.

Die TeilnehmerInnen des Zertifikatskurses stellten sich einem mehrstufigen, strengen Auswahlverfahren. Sie sind im Alter von 25 bis 48 Jahren und bringen sechs Monate bis 14 Jahre Unterrichtserfahrung mit. In ihren Heimatländern unterrichteten sie in den Fächern Englisch, Mathematik, Kunst, Informatik, Elektrotechnik, Physik, Sport, Biologie, Chemie und Geschichte.

Der Start des Zertifikatskurses erhielt breite mediale Aufmerksamkeit unter anderem mit Beiträgen des ORF-ZiB-Magazins und des Ö1-Morgenjournals. Einen Artikel zum Nachlesen finden sie auf science.orf.at.

Der Kurs wird über Mittel des BMEIA finanziert und durch ERDF–Mitteln im Rahmen der UIA-Initiative (Projekt CORE) unterstützt. Kooperationspartner: In Zusammenarbeit mit dem Stadtschulrat für Wien sowie dem AMS Wien und dem AMS Niederösterreich

Auf unserer Website finden Sie nähere Informationen über den Zertifikatskurs sowie über das Auswahlverfahren.

Ein Kamerateam von ORF1 sowie eine Redakteurin von Ö1 besuchten die TeilnehmerInnen in ihrer zweiten Kurswoche.