Zwei Franz-Kolland-Halbstipendien für "Gerontologie und soziale Innovation"

Für das berufsbeleitende Masterprogramm "Gerontologie und soziale Innovation" gibt es für den Start im Herbst 2017 zwei Halbstipendien. Bewerbungsfrist dafür: 30. Juni 2017.

Glaubt man den demographischen Prognosen, dann befinden wir uns in einer Phase des Übergangs, einer Phase der Alterung der Gesellschaft, die sich in einem steigenden Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung und ab 2020 einem starken Anstieg der Hochbetagten 80+ ausdrückt. Demographen erklären diese Alterung mit der steigenden Lebenserwartung, dem Altwerden einer großen Bevölkerungsgruppe (Babyboomer) und einer Alterung "von unten". Letzteres ist bedingt durch die niedrigen Geburtenraten, die seit einiger Zeit zu verzeichnen sind.

Neue Konzepte für eine alternde Gesellschaft

Die Erarbeitung neuer Lösungskonzepte für eine Gesellschaft mit einem großen Anteil an alten Menschen hat sich der postgraduale Universitätslehrgang "Gerontologie und soziale Innovation" zum Thema gemacht. In Kooperation mit der FH Campus Wien startet das Masterprogramm ab November 2017 in einer dritten, überarbeiteten Auflage unter der wissenschaftlichen Leitung von Franz Kolland an der Universität Wien.

Gerontologie ist die Wissenschaft, die sich mit den vielfältigen Komponenten des Themenbereichs "Alter(n)" auseinandersetzt und unter anderem soziologische, psychologische und ökonomische Aspekte vereint. Das "Alter" wird zunehmend differenziert betrachtet und bietet ExpertInnen die Chance, innovativ und gestalterisch tätig zu sein.

Es stehen den Menschen heutzutage nach der Pensionierung rund 20 weitere Lebensjahre zur Verfügung. GerontologInnen sorgen dafür, dass diese Jahre gesund, aktiv und sozial eingebunden verbracht werden sowie die individuellen Bedürfnisse Berücksichtigung finden. Die Tätigkeit von GerontologInnen beginnt aber nicht erst mit der Pensionierung, sondern bezieht den gesamten Lebensverlauf ein.

Zwei Franz-Kolland-Halbstipendien

Neben neuen Inhalten gibt es für den kommenden Durchgang mit Start im November 2017 die Möglichkeit, sich für eines von zwei Halbstipendien zu bewerben. Diese werden im Rahmen des Lehrgangs für zwei Zielgruppen vergeben:

Für das Stipendium der Kategorie "Professionalisierung" können sich Personen ohne Hochschulabschluss, aber mit mindestens zehnjähriger Berufserfahrung bewerben.
Die Kategorie "Junge GerontologInnen" ist für Personen bis max. 35 Jahre, Hochschulabschluss und wenig Berufserfahrung vorgesehen.

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