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Universitätslehrgang

Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem

Mit dem Sommersemester 2010 startet der Universitätslehrgang für Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem. Der Universitätslehrgang ist berufsbegleitend konzipiert und kann nach 4 Semestern Präsenzphase mit einem Master of Science in Quality and Saftey in Healthcare (MSc) abgeschlossen werden.

Patientensicherheit ist das vordringlichste Thema in Krankenhäusern, im niedergelassenen Bereich sowie in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe. Ein Fehler im Krankenhaus zieht das Risiko nach sich, dass ein Mensch unmittelbar zu Schaden oder im schlimmsten Fall zu Tode kommt. Deswegen ist ein konsequentes Analysieren und Lernen aus den kritischen Ereignissen, den Zwischenfällen ohne Schadensfolgen - den sogenannten "Beinahe-Fehlern" - die große Herausforderung. Aber auch für jeden Fehler, der gravierende Folgen nach sich zieht, braucht es ein transparentes Fehlermanagement. Der dritte Baustein für Patientensicherheit ist ein präventives Risikomanagement in Gesundheitseinrichtungen.

Wie kann Patientensicherheit überhaupt gelernt werden?

Patientensicherheit braucht die angemessene Beteiligung der Patientinnen und der Patienten. Hier kommt einer unterstützenden und verständlichen Aufklärung durch die Gesundheitsberufe eine wichtige Rolle zu. Es braucht eine neue Kommunikationskultur und -kompetenz, die Risiken und Gefahren vorausschauend anspricht, aber auch Fehler und Zwischenfälle aktiv benennt und bearbeitet. Patientensicherheit hat in den Krankenhäusern viele Verbündete und gute Anknüpfungspunkte, allerdings muss Patientensicherheit zu einem Querschnittsthema in den Einrichtungen werden. Patientensicherheit kann nicht an Stabsstellen delegiert werden, außerdem stellt sie ein Nr. 1 Thema für alle Führungskräfte dar, braucht aber auch die Unterstützung auf der Ebene der Sekretariate, des Portiers und der vielzitierten Reinigungskraft.

Inhalte und Ziele des Lehrgangs:

Der Universitätslehrgang integriert aktuelles Wissen aus Theorie und Praxis und bietet nationale und internationale ExpertInnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Ziel ist nicht nur, die persönlichen Kompetenzen der TeilnehmerInnen zu erweiten, sondern auch einen substanziellen Beitrag für die Sicherheit im (österreichischen) Gesundheitssystem zu leisten.

Eine Besonderheit dieser Weiterbildung liegt in der Trainingsmöglichkeit. Insbesondere in den Modulen „Praxis Faktor Mensch“, „Systemische Interventionen“ und „Interprofessionelle Praxis“ werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich nicht nur die notwendigen Fähigkeiten und die erforderlichen Instrumente aneignen, sondern auch ein eigenes Projekt im Bereich von Patientensicherheit aufsetzen.

Durch Blockveranstaltungen wird ein intensives, inhaltlich komplexes und prozessorientiertes Arbeiten sichergestellt. Selbststudienanteile nach jedem Lehrgangsblock und individuell-kollegialer Austausch ergänzen die eigene Reflexion. Zusätzlich werden aktuelle Formen des e-learnings eingesetzt, um die Präsensphasen so kompakt und effektiv wie möglich zu gestalten.

 

Dauer4 Semester
Umfang90 ECTS
Sprache

Deutsch

LehrgangsbeitragEUR 11.500,-
Abschluss„MSc – Master of Science in Quality and Safety in Healthcare“
BeginnMärz 2010
BewerbungsfristJänner 2010
LehrgangsleitungDr. Maria Kletečka-Pulker
Kontakt

Mag. Edith Hammer
Program Manager

T +43-1-4277 10803
M +43-664-60277-10803
F +43-1-4277 9108

ulg.patientensicherheit@univie.ac.at


Schrift:

» Ausführliche Infobroschüre zum Download

» Kurz-Info zum Download

"Ist Patientensicherheit lernbar?"

Zu dieser spannenden und aktuellen Frage diskutierten renommierte WissenschafterInnen und PraktikerInnen bei der Präsentation des neuen Universitätslehrgangs "Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem" am 13. Oktober.

» Fotos von der Veranstaltung


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