Qualifizierungsseminar im Bereich Service-Orientierter Architekturen

Im März 2013 startet das Postgraduate Center gemeinsam mit der Fakultät für Informatik und in Kooperation mit fünf Projektpartnern ein Qualifizierungsseminar im Bereich service-orientierter Architekturen. Unterstützt durch eine Projektförderung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) wird Klein- und Mittelbetrieben (KMU) im Bereich Software-Entwicklung die Möglichkeit zur Höherqualifizierung in den Bereichen Services, service-basierte Geschäftsprozesse und Cloud-Computing geboten.

Bedarf an Service-orientierten Architekturen

Verteilte Systeme sind im IT-Bereich heutzutage allgegenwertig und finden in diversen Gebieten Anwendung (Web-basierte Systeme, Geschäftssysteme in Unternehmen, eingebettete Systeme etc.). Da durch verschiedene Geschäftsanforderungen ein hoher Druck zur Verteilung entsteht, sind service-orientierte Architekturen (SOA) für viele software-erstellende Unternehmen hochaktuell. Software-ArchitektInnen (sowie DesignerInnen und EntwicklerInnen) benötigen in der Auseinandersetzung mit verteilten Systemen umfassende Qualifikationen, um auftretende nicht-triviale Probleme lösen zu können (z.B. Netzwerklatenz, Nebenläufigkeit, Unvorhersehbarkeit und Skalierbarkeit von verteilten Aufrufen).


Praxisnahe Höherqualifizierung für KMUs

Das Qualifizierungsseminar bietet 12 Teilnehmern aus fünf ausgewählten Unternehmen eine Möglichkeit zur Höherqualifizierung, die nicht an eine spezifische Technologie gebunden ist, sondern verschiedene Technologien/Technologie-Generationen sowie aktuelle wissenschaftlichen Innovationen behandelt und vergleicht. Durch ein umfassendes Verständnis für wesentliche Architektur- und Entwurfsentscheidungen kann die Nachhaltigkeit des Wissens trotz des rasanten technologischen Wandels gesichert werden. Die starke Vernetzung von Wirtschaft und Forschung, die Behandlung praxisnaher Themen und die praktische Anwendung innovativer Techniken garantieren den TeilnehmerInnen einen direkten Kompetenztransfer in ihre individuellen Arbeitskontexte.


Lehrende:

Univ.-Prof. Dr. Uwe Zdun ist wissenschaftlicher Leiter des Qualifizierungsseminars und  Professor für Softwarearchitektur an der Fakultät für Informatik. Seine aktuellen Forschungsthemen sind die Modellierung komplexer Softwaresysteme und Service-orientierter Systeme, Domain-spezifische Sprachen und Softwarearchitektur.

Univ.-Prof. Dipl.-Math. Dr. Stefanie Rinderle-Ma ist Vize-Dekanin der Fakultät für Informatik und leitet seit 2010 die Arbeitsgruppe Worksflow-Systems and Technologie am Institut für Knowledge and Business Engineering. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der technischen Umsetzung und Optimierung von Geschäftsprozessen in Workflow-Systemen.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Erich Schikuta ist Professor für Computer Science an der Fakultät für Informatik. Der Fokus seiner Forschung liegt auf den Bereichen Informations- und Datenbanksysteme, Parallel Computing, verteilte Systeme, Cluster and Grid Computing sowie Neural Networks.


Qualifizierungsseminar

Das Qualifizierungsseminar setzt sich aus vier Modulen zu je drei Seminartagen zusammen und hat eine Gesamtlaufzeit von sechs Monaten.

  • Modul 1: Softwarearchitekturen für verteile Systeme
    (Univ.-Prof. Dr. Uwe Zdun)
  • Modul 2: Technologien und Entwurfsmethoden für verteilte Systeme
    (Univ.-Prof. Dr. Uwe Zdun)
  • Modul 3: Workflow-Technologien und Interoperabilität
    (Univ.-Prof. Dipl.-Math. Dr. Stefanie Rinderle-Ma)
  • Modul 4: Cloud Services
    (Univ.-Prof.
    Dipl.-Ing. Dr. Erich Schikuta)