Projektlaufzeit: 2018 - 2020

Eine Nachwirkung der fluchtbedingten Migration nach Europa im Jahr 2015 ist der gestiegene Bedarf an Dolmetschdiensten bei rechtlichen Fragen, bei Behörden, Ämtern und Gerichtsverfahren.

Das Projekt hat zum Ziel, die komplexen Wege von geflüchteten Personen durch Rechtsprozesse sowie die Möglichkeiten und Einschränkungen, die DolmetscherInnen im Rechtsbereich erfahren, aufzuzeigen. Weiters möchte das Projekt übergreifende Weiterbildungen von DolmetscherInnen und JuristInnen erproben.

 

Aktivitäten:

In der Forschungsphase des Projekts werden die komplexen Wege von geflüchteten Personen in Rechtsprozessen beleuchtet sowie die Zeitpunkte, in denen Dolmetschungen notwendig werden.

In der Trainingsphase werden Workshops und Schulungen entwickelt und durchgeführt und somit im Rahmen des Projekts gemeinsame Weiterbildungen von DolmetscherInnen und Rechtsbeiständen, RichterInnen, PolizistInnen etc. ermöglicht, was bereichsübergreifendes Lernen verstärken soll.

Darüber hinaus werden in der letzten Projektphase transkulturelle Law Clinics an den vier teilnehmenden Universitäten aufgebaut, in deren Rahmen Jus-Studierende in Zusammenarbeit mit Studierenden der Translationswissenschaft kostenlose Rechtsberatungen in Kombination mit Dolmetschdiensten anbieten und damit einen Beitrag zur third mission der beteiligten Universitäten leisten.

 

Die Zielgruppe dieses Projekts sind DolmetscherInnen und JuristInnen in der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie Studierende dieser Studienrichtungen.

ProjektpartnerInnen: Universität Wien (Postgraduate Center und Zentrum für Translationswissenschaft), Universität Triest (IT), Katholische Universität Löwen (BE), Universität Maribor (SI)