Projektlaufzeit: 2018­­–2019

Aufgrund zunehmender Migration und Mobilität ist den letzten Jahren der Bedarf nach Dolmetschleistungen in verschiedensten Bereichen stark angestiegen. Einer davon ist der Rechtsbereich. Immer mehr verdächtigte oder beschuldigte Personen sind vor, während und nach einer Verhandlung auf Dolmetschung angewiesen. Die Europäische Union bietet hierzu einige Richtlinien, etwa die Richtlinie 2010/64/EU über das Recht auf Dolmetschleistungen und Übersetzungen in Strafverfahren.

Das Projekt TransLaw hat zum Ziel, jenen Personen, die die Amtssprache des Landes, in dem sie sich aufhalten, nicht ausreichend beherrschen, eine bessere Versorgung mit Dolmetschleistungen im Rechtsbereich zu ermöglichen.

 

Aktivitäten:

  • In der Forschungsphase des Projekts werden die komplexen Wege von Personen, die die Amtssprache des Landes, in dem sie sich aufhalten, nicht beherrschen, in Rechtsprozessen beleuchtet sowie die Zeitpunkte, in denen Dolmetschungen notwendig werden. Gleichzeitig werden auch Möglichkeiten und Einschränkungen, die DolmetscherInnen im Rechtsbereich erfahren, aufgezeigt.
  • In der Trainingsphase werden Workshops und Schulungen entwickelt und durchgeführt, um gemeinsame Weiterbildungen von DolmetscherInnen und Rechtsbeiständen, RichterInnen, PolizistInnen etc. ermöglichen. Dadurch wird bereichsübergreifendes Lernen verstärkt.
  • In der letzten Projektphase werden transkulturelle Law Clinics an den vier teilnehmenden Universitäten aufgebaut, in deren Rahmen Jus-Studierende in Zusammenarbeit mit Studierenden der Translationswissenschaft kostenlose Rechtsberatungen in Kombination mit Dolmetschdiensten anbieten und damit einen Beitrag zur third mission der beteiligten Universitäten leisten.

 

Die Zielgruppe dieses Projekts sind DolmetscherInnen und JuristInnen in der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie Studierende dieser Studienrichtungen.

 

ProjektpartnerInnen: Universität Wien (Postgraduate Center und Zentrum für Translationswissenschaft), Universität Triest (IT), Katholische Universität Leuven (BE), Universität Maribor (SI)