University Meets Public - Auftaktevent 2016

Der "University Meets Public" (UMP) Auftaktevent am 10. Oktober 2016 in der Wiener Urania bildete den Startschuss zum SCIENCE Wintersemester der VHS Wien und stand ganz im Zeichen von "Wissenschaft zum Angreifen". 

Wohnbaustadtrat und VHS-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Ludwig verwies in seiner Begrüßungsrede auf die lange Tradition der Volksbildung, die bis ins Wien des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Angestoßen von der Volksbildung formulierten die Universitäten ihren gesellschaftlichen Auftrag, eine "Universität für alle" zu sein. Das Projekt "University Meets Public" folgt dieser Tradition und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Konzept der "Offenen Hochschule".

Erstmals wird das Projekt mit sechs Wiener Hochschulen – der Medizinischen Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Universität Wien, der FHWien der WKW, der FH Technikum Wien und der FH Campus Wien – in Kooperation mit der VHS Wien und dem Postgraduate Center der Universität Wien durchgeführt. Im Zentrum des Abends standen spannende Forschungsprojekte, welche die interessierten BesucherInnen in Form eines offenen Dialograumes selbständig erkunden und sich mit den ForscherInnen austauschen konnten. Die thematische Bandbreite spiegelte die Vielseitigkeit der Wiener Wissenschaftslandschaft wider.

© VHS Wien, Vancura, Pointner bzw. Postgraduate Center

Neben molekularen Einblicken in die medizinische Grundlagenforschung des Lungenhochdrucks, Analysen zur Entstehung von T-Lymphozyten und einer 3D-Analyse von Alltagsbewegungen konnten sich die BesucherInnen auch mit aktuellen Herausforderungen von KMUs und Familienbetrieben auseinandersetzen. Ebenso wurde die fortschreitende Digitalisierung bzw. Robotisierung anhand einer smarten Datenbrille, die zur Unterstützung der Medikamenteneinnahme dient, sowie mittels eines Kinderzimmeraufräumroboters veranschaulicht. Eines der Highlights des Auftaktevents war ein rund 300 kg schwerer Rennbolide, der von Studierenden der FH Campus Wien selbst konstruiert und bereits in einer Rennserie erprobt worden war. Die Forschungsprojekte der FH Technikum Wien befassten sich mit dem Aufbau eines europäischen Smart City Netzwerks sowie mit medizinischen Potentialen künstlicher Organe – veranschaulicht anhand einer echten Schweinelunge.

Doch nicht nur technische und medizinische Erkenntnisse wurden der Wiener Bevölkerung zugänglich gemacht, auch geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte wurden im Rahmen des Auftaktevents präsentiert. So ging ein Projekt des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Wien der Frage nach, was das ÖsterreicherInnentum ausmacht und wie sich die Wahrnehmung des "Österreichischen" in den letzten Dekaden verändert hat. Des Weiteren wurde im Rahmen eines Projektes am Institut für Politikwissenschaft die sogenannte "Commons-Bewegung" anhand einer Vielzahl an urban gardening-Initiativen in Wien untersucht. So entdeckte mancheR BesucherIn einen zuvor unbekannten Gemeinschaftsgarten in ihrem/seinen Grätzl. 

Abschließend luden das Postgraduate Center und die VHS Wien zum Buffet im Foyer des Dachsaals der Urania. Dies bot den teilnehmenden WissenschafterInnen und BesucherInnen die Möglichkeit, über das Gesehene zu diskutieren und sich zu vernetzen.