Fachgespräch "Professionalisierung in der sozialen Altenarbeit"

Professor Kolland bei der Vorstellung des Lehrgangs

Am 5. Mai 2014 fand im Festsaal des Kooperationspartners FH Campus Wien das Fachgespräch "Professionalisierung in der sozialen Altenarbeit" statt. Im Rahmen der Veranstaltung stellte der Lehrgangsleiter Professor Franz Kolland auch den Lehrgang "Gerontologie und soziale Innovation" vor.

Nach der Begrüßung durch Frau Dr. Barbara Bittner, Professorin und Studiengangsleiterin für Soziale Arbeit an der FH Campus Wien, führte Professor Kolland zu Beginn des Fachgesprächs in das Thema ein und stellte die Begriffe Profession und Beruf gegenüber. Der Beruf ist in der heutigen Welt einer der wichtigsten Werte und Identifizierung für viele Personen. Das Prestige der Berufsgruppen ist jedoch ganz unterschiedlich, wobei die Personen, die in der sozialen Arbeit tätig sind, ein gutes Ansehen genießen und diese Tätigkeit auch auf hohes Interesse stößt, was bei der Nachfrage nach Ausbildungen in diesem Bereich sichtbar wird.

Wenn von sozialer Altenarbeit gesprochen wird, steht meist die Pflege und medizinische Betreuung im Vordergrund. Der soziale Ansatz ist noch nicht so weit entwickelt, erklärte Professor Kolland. Stand früher der Fürsorgegedanke an erster Stelle, so wird heute der Autonomiegedanke in Bezug auf alte Menschen verfolgt.

Angelika Neuer, Expertin für soziale Arbeit im Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, stellte die Praxis der sozialen Altenarbeit in den Wohnhäusern dar. Die soziale Arbeit werde im Kuratorium als wichtig empfunden und einer ständigen Qualitätssicherung unterworfen. Die Bedürfnisse der Bewohner der Wohnhäuser werden anhand standardisierter Dokumentation festgestellt und die entsprechende Betreuung gewährleistet.

Auch das Publikum wurde eingeladen und brachte sich in das Gespräch ein. Soziale Altenarbeit dürfe sich nicht auf die Kompensation von Defiziten beschränken, es sei vielmehr bereits eine Orientierung en den Möglichkeiten notwendig. Nicht nur die zu pflegenden alten Personen bedürfen der sozialen Arbeit, auch alte Menschen, die keine Pflege benötigen, sollten in die soziale Arbeit einbezogen werden, etwa im Bereich Bildung.

Danach stellte Lehrgangsleiter Professor Kolland den Lehrgang "Gerontologie und soziale Innovation" vor und erklärte die Inhalte und Ablauf des 4-semestrigen Masterprogramms.

Bei Getränken und einem kleinen Buffet klang der Abend bei weiteren Gesprächen aus.