Die Selbstpsychologie

Der Wiener Kreis für Psychoanalyse und Selbstpsychologie wurde 1987 von Erwin Bartosch gegründet. Er ist die erste Ausbildungsvereinigung für Selbstpsychologie in Europa.
Er widmet sich der psychoanalytischen Erforschung menschlicher Beziehungen, der psychoanalytischen Arbeit und im besonderen der Vermittlung und Weiterentwicklung der Psychoanalyse in der Selbstpsychologie. Er hat sich zuletzt die Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Selbstpsychologie zur Aufgabe gemacht: Entwicklungspsychologie, Ursprung des Aggressiven, Vorgang des Bewusstwerdens, u.a.m.

Mit der Entwicklung der Selbstpsychologie durch Heinz Kohut hat die Psychoanalyse in Theorie und Praxis eine entscheidende Veränderung erfahren.
Das Selbst wird als komplexe Organisation von Beziehungserfahrungen, -erwartungen und Bedürfnissen verstanden. Diese Organisationsmuster bilden sich in der frühen Eltern-Kind-Interaktion heraus und prägen das Erleben der/des Patientin. Das Selbst zeigt sich in der therapeutischen Beziehung und braucht eine wohlwollend-empathische Atmosphäre, um sich zu entfalten und weiter zu entwickeln.
Dem Selbsterleben des Patienten/der Patientin gilt besondere Aufmerksamkeit in der psychoanalytischen Behandlung. Dazu gehört das Einschätzen der Intentionen und motivierenden Kräfte des/der Patientin, die Wahrnehmung der Veränderungen des Selbstempfindens sowie die Markierung von Fluktuationen im therapeutischen Prozess.
Heilung und Veränderung entsteht durch neue Erfahrungen in der therapeutischen Interaktion. Das analytische Gespräch bildet den rahmen für die Entfaltung eines intersubjektiven raumes, in dem neue Interaktionserfahrungen gemacht werden können. Die Geschichte und biografischen Ereignisse sind insofern wichtig, als sie helfen, das gegenwärtige Erleben besser zu verstehen.

Weitere Informationen zur Selbstpsychologie bzw. zum Wiener Kreis für Psychoanalyse und Selbstpsychologie finden Sie unter: www.selbstpsychologie.at