Was diesen Master so besonders macht, ist vor allem seine Interdisziplinarität. Menschen aus diversen Studienrichtungen, Berufen und die sprachliche Vielfalt haben es uns ermöglicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln die sozio-kulturellen, Wirtschaft-politischen und  ökologischen Herausforderungen Lateinamerikas zu betrachten, die wir auch in Europa und Österreich vorfinden. Der Master bot uns aber auch Raum zum Austausch, zum Lernen, der Möglichkeit des Teamworks sowie auch der Initiierung neuer Projekte. Sehr viele Freundschaften sind im Zuge des Studiums entstanden, welche ich hoffe auch weiterhin Bestand haben werden.

Para mi, esa denominación de "interdisciplinariedad" que se le da al máster, se convirtió en la más importante fuente de aprendizaje, gracias a mis compañeras y compañeros de diversas disciplinas, países, lenguas y proveniencias profesionales y personales  fue que se abrió una perspectiva más amplia de entendimiento acerca de múltiples fenómenos socio-culturales, políticos, económicos y medio ambientales presentes en Latinoamérica y claramente también en Europa y Austria. La maestría ha representado un espacio de encuentro, aprendizaje, trabajo conjunto y una plataforma para iniciar ideas. Muchos lazos fraternos han surgido al interior de esta y deseo  que estos se mantengan y abran la puerta a nuevos encuentros y posibilidades de dialogo y entendimiento entre pueblos y culturas,  ya que esto en la actualidad es una urgencia social.

Marcela Torres Heredia MA
Licenciada en Ciencias sociales. Equipo creativo de la revista ReveLA: realidades y visiones sobre Latinoamérica.
Abschlussjahr 2016

Stimmen aus dem Lehrgang


Die vielfältige Kultur Lateinamerikas hat mich auf meinen Reisen quer durch den Kontinent und als Universitätsdozentin in Bogota geprägt. Zurück in Österreich, konnte ich dank des Masterstudiums der Lateinamerikanistik ein Stück Mittel- und Südamerika in meinen Alltag integrieren. Das LAI bietet mit diesem Universitätslehrgang eine vielseitige Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und Kultur Lateinamerikas im wissenschaftlichen Kontext, zugleich setzt es Impulse für Entgrenzung und die Eroberung neuer Disziplinen. Lehrveranstaltungen zu aktuellen Themen fördern die transnationale Wissensvermittlung und regen zu einem Denken ohne Kategorien an. Durch Feldforschung sowie Austausch mit StudentInnen und ExpertInnen aus Lateinamerika wird Interkulturalität gelebt.

So führten mich Recherchen für meine Masterthesis über die kubanische Fotografie in Künstlerateliers und hinterste Winkel Havannas. Das Ergebnis ist ein Beitrag zu einem interdisziplinären Dialog im kulturpolitischen Bereich und liegt nun als Buch mit dem Titel "Mi cuerpo es mi país" vor. ¡Gracias a Cuba, gracias al LAI!

Fankhauser Ingrid, MA
Literaturhinweis: "Mi cuerpo es mi país. Der Körper als Schauplatz in der aktuellen kubanischen Fotografie", 2014, LIT Verlag
Abschlussjahr 2012

Lateinamerika-Studien – Entgrenzung und gelebte Interkulturalität


"In einem von Humboldt wie Bologna gleichermaßen geprägten universitären System stellt ein Lehrgang wie jener für "Höhere Lateinamerika-Studien" eine wichtige Bereicherung dar. Weil er über verschiedene Grenzen hinausdenkt, über nationale oder kontinentale, aber auch über disziplinäre. Und, nicht zu vergessen, über soziale oder formale, erlaubt er doch auch ein Studium ohne akademischen Abschluss auf Basis 'gleichzuhaltender Qualifikationen'. Das ermöglicht potentiell eine Vervielfältigung von Themen, Methoden, Sprachen und Wissen von Lehrenden wie Studierenden. Und eine dem Eurozentrismus entgegenwirkende Verschiebung, ein Denken 'vom Süden aus' (Boaventura de Sousa Santos). Für meine eigene Forschung zu künstlerischen Praktiken in Lateinamerika, vor allem Brasilien, habe ich in dem Lehrgang also viel gelernt – und im Sinne der postkolonialen Theorie – auch verlernt."

Catrin Seefranz, MA

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zürcher Hochschule der Künste
Abschlussjahr 2011