Sommersemester 2017

Indigene Kulturen in Lateinamerika - Das neue Millennium

Semesterleitung: Eva Gugenberger, Elke Mader, Victoria Reitter und Patricia Zuckerhut

Indigene Gemeinschaften in Lateinamerika sind seit den 1990er Jahren verstärkt als kulturelle und politische Akteure in lokalen sowie globalen Kontexten sichtbar geworden. Diese Prozesse erstrecken sich auf Verfassungsrecht und Medienpraktiken, Sprache und Politik, Rituale und Performance, Revitalisierung und Hybridisierung. Sie repräsentieren u.a. den "cultural turn" in der langen Geschichte des indigenen Widerstands gegen Kolonialismus und Kolonialität. In diesem Zusammenhang stehen auch indigene/interkulturelle Universitäten, die neue Perspektiven auf Wissenschaft sowie eine Dekonstruktion "westlicher" bzw. kolonialer Wissensdominanz fordern und aktiv gestalten. Die Lehrveranstaltungen in diesem Semester vermitteln einerseits Grundlagenwissen zu indigenen Kulturen in Lateinamerika sowie zu zentralen Konzepten und Theorien in diesem Forschungsfeld; darüber hinaus erörtern sie diverse Dimensionen rezenter Entwicklungen dieser kulturellen und politischen Dynamiken.