Fachseminare SS 2013

Cultural Studies, Geschichte und Transformation eines Wissensfeldes

Fachseminar 1

Leitung: Hansel Sato und Tom Waibel
Kultur ist ein umkämpftes Territorium, ein politisches Feld der Auseinandersetzung, in dem soziale, ökonomische, affektive und ideologische Forderungen gleichermaßen um Deutungsmacht ringen. Die Etablierung einer solchen Deutungsmacht wird vielfach als symbolische Ordnung bezeichnet. Sie beschreibt die Grundlage des in einer Gesellschaft Denk- und Wahrnehmbaren und gibt den Hintergrund ab, vor dem sich soziale Praktiken organisieren. Das Ringen um die symbolische Ordnung ist aber keineswegs auf eine intellektuelle Auseinandersetzung um Deutungshoheit beschränkt, sondern ist immer auch ein Effekt von sozialen und affektiven Praktiken. In diesem Fachseminar werden zentrale Begrifflichkeiten der Cultural Studies diskutiert und deren Geschichte als ein in kulturellen Praktiken verorteter Wissenschaftszweig vorgestellt. Dabei wird angesichts einer zunehmend globalisierten Welt die traditionelle Fixierung der Kulturwissenschaften an nationalstaatliche Gegebenheiten in Frage gestellt.

Freitag, 8. März 2013, 18.00-21.00 Uhr (gemeinsamer Termin)
Samstag, 16. März 2013, 10.00-16.00 Uhr
Samstag, 11. Mai 2013, 10.00-16.00 Uhr
Samstag, 15. Juni 2013, 10.00-16.00 Uhr
Alle: LAI-Europasaal, Türkenstraße 25, 1090 Wien

Ausdruck und Affekt. Fallstudien leidenschaftlicher Aussageformen

Fachseminar 2

Leitung: Hansel Sato und Tom Waibel

Das Spannungsverhältnis von Affekt und leidenschaftlichem Ausdruck adressiert insbesondere den Kampf um soziale Anerkennung und politische Räume, um sich darin auszudrücken. Die Untersuchungen, die in diesem Fachseminar angestellt werden, kreisen daher um die Frage, wie sich kulturelles, soziales und politisches Begehren sprachlich und gestisch ausdrücken und verkörpern lässt. Lassen sich für den lateinamerikanischen Raum wiederkehrende charakteristische Muster feststellen? Dieser Frage wird anhand der Analyse konkreter Aussageformen nachgegangen, in denen insbesondere Problemstellungen in den Bereichen politische Handlungsmacht, sozialer Widerstand, Ausdruck und Gewalt, Gender-Politik sowie mediale Repräsentation Berücksichtigung finden. In der Analyse konkreter affektiver Ausdrucksformen geht es darum, Erkenntnisse unterschiedlicher Wissenschaftstraditionen zusammenzuführen, um ein adäquates Verständnis von gegenwärtigen sozio-kulturellen Prozessen zu ermöglichen.

Freitag, 8. März 2013, 18.00-21.00 Uhr (gemeinsamer Termin)
Samstag, 23. März 2013, 10.00-16.00 Uhr
Samstag, 18. Mai 2013, 10.00-16.00 Uhr
Alle: LAI-Europasaal, Türkenstraße 25, 1090 Wien

Samstag, 22. Juni 2013, 10.00-16.00 Uhr
LAI, Kursraum VII, Schlickgasse 3, 1090 Wien

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