Sommersemester 2015 - Modul Kultur

Kulturelle Diversität in Lateinamerika – Ein interdisziplinärer Blick auf das vielfältige Spektrum kultureller Praktiken

Leitung: Evelyne Puchegger-Ebner, Ursula Prutsch und Barbara Kazianka

Kulturelle Diversität in Lateinamerika konstituierte sich in verschiedenen historischen Epochen und brachte unterschiedliche Formen und Bedeutungen kultureller Differenzierung zum Ausdruck: Indigene Gesellschaften der vorkolonialen Zeit stellten oft komplexe interkulturelle Gefüge dar und generierten eine Reihe von Modellen der Interaktionen von Differenzen und Gemeinsamkeiten im Rahmen wechselnder Machtkonstellationen. Kulturelle Vielfalt ist demnach immer mit sozialen, politischen und ökonomischen Prozessen verbunden. Sie ist auch ein wesentliches Element von kultur-politischen Prozessen der Gegenwart und kommt in den verschiedenen kulturellen Gefügen der jeweiligen lokal-spezifischen Praktiken zum Ausdruck. Ihre Bandbreite wird in diesem Semester skizziert und interdisziplinär aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet - vor allem um die Theoriediskussion möglichst breit zu fächern. Die Studierenden erwerben Kenntnisse hinsichtlich der Komplexität kultureller Vielfalt in Lateinamerika und lernen die oft daraus resultierenden Konflikte zu erfassen und unterschiedliche Sichtweisen in Diskussionen reflexiv zu beleuchten.

Lehrveranstaltungen