Amazonien zwischen globalen Interessen und regionalen Umstrukturierungen

Leitung: Gerhard Rainer, Frank Zirkl

In wohl keiner anderen Region Lateinamerikas lassen sich die enormen und oftmals konfliktreichen Umwälzungen im "Kampf um Natur" deutlicher beobachten als in Amazonien. Dabei wird in der Lehrveranstaltung die Anrainerregion des flächenmäßig größten Flussgebiets der Erde weniger als klar abgrenzbare Raumeinheit sondern vielmehr als ein Raumkonstrukt verstanden, das sich als Ergebnis sozialer und sozioökonomischer Beziehungen (Netzwerke, Interessenkonflikte etc.) und Perspektiven konstituiert. Im Fokus des Fachseminars stehen dabei unterschiedliche Fragen:

  • Welche Rolle spielt der "Naturraum" in der Entwicklung bzw. dem status quo Amazoniens?
  • Was bedeutet dabei "Natur" in den unterschiedlichen Perspektiven / Interpretationen / für die verschiedenen Akteure in der Region?
  • Welche unterschiedlichen Nutzungen / Nutzungsformen von Natur lassen sich für / in Amazonien feststellen? Welche Konflikte entstehen dabei?
  • Welche Relevanz haben dabei ökonomische, soziale, sozioökonomische sowie ökologische Aspekte?
  • Welche Rolle nehmen externe sowie nationale (z.B in Brasilien: "neobrasilianische") Akteure ein?


Termine

Gemeinsame Einführungstermin Fachseminar 1+2: Do. 03.03.2016, 20:00-22:00 Uhr

1. Seminarblock:
Fr. 13.05.2016, 18:00-21:00 Uhr
Sa. 14.05.2016, 09:00-16:00 Uhr

2. Seminarblock:
Fr. 03.06.2016, 18:00-21:00 Uhr
Sa. 04.06.2016, 09:00-16:00 Uhr

Beide Seminarblöcke finden am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universitätsstraße 7, 1010 Wien, 4. Stock im Hörsaal C (HS C) statt.

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