Fachseminare WS 2012/13

Staatliche Transformationsprozesse im Spannungsfeld zwischen Demokratie, Verteilung und Extraktivismus

Fachseminar 1

Leitung: Bettina Köhler

Der in einigen Ländern Lateinamerikas im Rahmen alternativer Staatsprojekte vergrößerte sozialpolitische Verteilungsspielraum basiert häufig auf einem neodesarollistischen Entwicklungsmodell, welches unter anderem eine intensive, extraktivistische Form der Ressourcennutzung impliziert. Gerade in diesem Bereich treten zunehmend Widersprüche zutage und es entstehen Konflikte - um die politischen, ökonomischen und naturräumlichen Implikationen von Ressourcennutzungen, um Fragen des Zugangs und der demokratischen Kontrolle natürlicher Ressourcen, um unterschiedliche Vorstellungen zum Umgang mit Natur und Räumen. Im Rahmen des Fachseminars sollen diese aktuellen politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse in Lateinamerika auf verschiedenen räumlichen Ebenen und in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen nachgegangen werden.


Termine

Einführung (FS1 und FS 2): Freitag, 12.10.18:00 bis 21:00 Uhr
1.Block, 9 EH, Freitag, 09.11.2012, 18:00 bis 21:00 Uhr, Samstag, 10.11.2012, 09:00 bis 15:00 Uhr
2.Block, 9 EH, Freitag, 18.01.2013, 18:00 bis 21:00 Uhr, Samstag, 19.01.2013, 09:00 bis 15:00 Uhr
Achtung, geänderter Termin:2.Block, 9 EH, Freitag, 11.01.2013, 18:00 bis 21:00 Uhr, Samstag, 12.01.2013, 09:00 bis 15:00 Uhr


Ort

LAI-Europasaal, Türkenstraße 25, 1090 Wien

Achtung, geänderter Ort: LAI, Raum VIII, Schlickgasse 3, 1090 Wien

Soziale Bewegungen im Prozess der Transformation

Fachseminar 2

Leitung: Stefan Pimmer Soziale und indigene Bewegungen waren und sind zentrale Akteure in den aktuellen Transformationsprozessen Lateinamerikas. Ihre Forderungen sowie Aktions- und Organisationsformen weisen auf wichtige Problemfelder hin, in denen über die Richtung sowie das Ausmaß der aktuellen Veränderungen gerungen wird. Dazu zählen etwa Formen politischer Partizipation, der Umgang mit Natur bzw. natürlichen Ressourcen, die Rechte von Frauen oder die Umverteilung von Grund und Boden. Soziale und indigene Bewegungen können damit als Gradmesser für die Reichweite und das Ausmaß von Veränderungen herangezogen werden. Die Geschichte ihrer Kämpfe sowie die Art der Einbindung seitens der so genannten progressiven Regierungen gibt Auskunft über Kontinuitäten und Brüche mit oligarchischen bzw. kolonialen Herrschaftsformen, sei es im Kontext neoliberaler, neodesarrollistischer oder sozialistischer Staatsprojekte. Im Fachseminar werden verschiedene theoretische Ansätze und Konzepte untersucht (collective action, Hegemonietheorie, Subaltern Studies, Postcolonial Studies, Autonomie, etc.). Darauf aufbauend sollen Fallbeispiele die widersprüchliche Rolle sozialer und indigener Bewegungen im Verlauf der Transformationsprozesse einzelner Länder veranschaulichen.

Termine:

Einführung (FS 1 und FS 2): Freitag, 12.10.2012 18:00 bis 21:00 Uhr
1.Block, 9 EH, Freitag, 16.11.2012, 18:00 bis 21:00 Uhr, Samstag, 17.11.2012, 09:00 bis 15:00 Uhr
2.Block, 9 EH, Freitag, 11.01.2013, 18:00 bis 21:00 Uhr, Samstag, 12.01.2013, 09:00 bis 15:00 Uhr

Ort:

LAI-Europasaal, Türkenstraße 25, 1090 Wien

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