Leitung: Magdalena Heuwieser und Tobias Zortea

Im letzten Jahrzehnt hat mit dem Aufstieg progressiver Regierungen in Lateinamerika auch ein bestimmtes Entwicklungsmodell Fuß gefasst, das nun sichtbar an Relevanz verliert. Venezuela ist beispielhaft für das national-populare und neo-extraktivistische Modell.

Dieses Seminar begibt sich auf die Spurensuche und forscht nach Erklärungsmustern für die sich derzeit in der Krise befindenden linken Projekte. Die Art der Brille bestimmt das Sichtfeld. Je nachdem, welche Theorie-Brille man aufsetzt, werden gewisse Entwicklungen und Konfliktfelder erkennbar: Beispielsweise die auf Erdölextraktion basierende Wirtschaft und soziale Umverteilung, die globale Erdölkrise oder auch Machtverhältnisse und neo-koloniale Strukturen.

Mithilfe von fünf theoretischen Ansätzen betrachten wir im Seminar die aktuelle Situation Venezuelas und die Grenzen des Entwicklungsmodells.

Theoretische Ansätze:

  • Ansatz zur imperialen Lebensweise
  • Dekoloniale Theorie
  • Populismus-Theorie
  • Polit-ökonomischer Ansatz
  • Global Governance

Unterrichtssprache: Deutsch und Spanisch

"Fin del Ciclo": Theorie und Praxis eines neo-desarrollistischen Entwicklungsmodells in Venezuela

Termine

Gemeinsamer Einführungstermin

Freitag, 7. Oktober, 18.00 - 21.00 Uhr

  • Vorstellung
  • Einführung ins Thema
  • Auswahl der Arbeitsgruppen (4 Theorien, 1 Methode)


1. Blocktermin

Freitag, 11. November, 18.00 - 21.00 Uhr
Samstag, 12. November, 9.00 - 15.00 Uhr

  • Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten
  • Referate der Arbeitsgruppen zu den theoretischen Perspektiven und Diskussion
  • Erstellung der Forschungsgruppen und Themenfindung

2. Blocktermin

Freitag, 13. Jänner, 18.00 - 21.00 Uhr und
Samstag, 14. Jänner, 9.00 - 15.00 Uhr

  • Feedback zu den Forschungsexposées / wissenschaftliches Arbeiten
  • Präsentation des Forschungszwischenstands der Arbeitsgruppen und Diskussion
  • Reflexion und Feedback

Alle Termine finden im Europasaal, Österreichisches Lateinamerika-Institut, Schlickgasse 1, 1090 Wien, statt. 

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