Inhalt und Ziele

Die Nachfrage nach Dolmetschleistungen in öffentlichen Einrichtungen steigt laufend; und der Einsatz moderner Technik zur Unterstützung spielt eine immer größere Rolle. Die wachsende Nachfrage geht einerseits auf das gestiegene Qualitätsbewusstsein bei Behörden, Gerichten, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen zurück. Zum anderen halten die Migrationsströme an, sodass Dolmetschleistungen für immer neue Sprachen nachgefragt werden. Durch Technikeinsatz kann der Bedarf auch außerhalb der Ballungszentren, oder auch über Landesgrenzen hinweg, leichter abgedeckt werden.

In Zukunft wird die Rolle der neuen Medien beim Dolmetschen noch größere Bedeutung erlangen. Dolmetschsituationen, in denen sich die DolmetscherInnen und ZuhörerInnen beziehungsweise RednerInnen an unterschiedlichen Orten befinden, werden in den nächsten Jahren immer häufiger werden. Bereits heute setzen einige Gesundheitseinrichtungen genauso wie Haftanstalten in Österreich und Deutschland auf die Nutzung zentraler Dolmetschdienste, die über Medien, vor allem über Bildschirm, zugeschaltet werden. Ohne entsprechende Ausbildung ist ein professioneller Dolmetscheinsatz bei diesen technikgestützten Dolmetschungen nicht möglich. Rolle und Kommunikationssituation unterscheiden sich durch die räumliche Trennung und müssen entsprechend berücksichtigt werden. Der Umgang mit den verschiedenen neuen Techniken, die beim Dolmetschen zur Anwendung kommen, erfordern eine Professionalisierung und laufende Fortbildung der Dolmetschenden.

Zielgruppe

Der Zertifikatskurs richtet sich vor allem an praktizierende DolmetscherInnen, die bereits in öffentlichen Einrichtungen tätig sind und ihre Kenntnisse in den Kerngebieten des Gemeinwesens (Gesundheitswesen, Ämter, Behörden und Gerichte) vertiefen und sich weiter spezialisieren wollen. Der Kurs bietet ihnen insbesondere ein Kennenlernen und Einüben verschiedener Formen des technikgestützten Dolmetschens und eine vertiefte Beschäftigung mit neuen Medien. Der Zertifikatskurs "Dolmetschen mit neuen Medien" ist auf die Bedürfnisse und Spezifika des deutsch-sprachigen Raums abgestimmt.

Schwerpunkte

Der Zertifikatskurs vermittelt die heute im Dolmetschen nachgefragten breiten Qualifikationen, insbesondere die zu verschiedenen Formen des Teledolmetschens nötigen Fertigkeiten. Der Kurs bietet eine Weiterbildung für die bereits in der Praxis tätige Zielgruppe, indem er insbesondere mit der geänderten Kommunikationssituation und mit dem Umgang mit neuester Technik vertraut macht.

Die AbsolventInnen des Zertifikatskurses sollen spezielle Fähigkeiten für den Einsatz beim technikgestützten Dolmetschen in öffentlichen Einrichtungen erwerben. Der Kurs bietet ihnen insbesondere ein Kennenlernen verschiedener Formen des Teledolmetschens und neuer Techniktools sowie eine Vertiefung der Kenntnisse über die Nutzung neuer Medien. Einen großen Teil der Kursinhalte nehmen neue Formen des Dolmetschens sowie Informationen über die dafür nötigen Tools ein. Das Teledolmetschen (Videokonferenzdolmetschen, Remote Interpreting, Skypedolmetschen, Telefondolmetschen), wo nicht alle Beteiligten an einem Ort zusammenkommen sondern über moderne Technik kommunizieren, setzt sich derzeit gerade in der Praxis durch. Es sollen auch andere Techniktools, wie mobile Simultandolmetschanlagen oder digitale Notiznahmegeräte, im Kurs Anwendung finden; darüber hinaus wird in die Hybridformen des Dolmetschens eingeführt.

Qualifikationsprofil

Der Zertifikatskurs richtet sich vor allem an praktizierende DolmetscherInnen, die bereits in öffentlichen Einrichtungen tätig sind und ihre Kenntnisse in den Kerngebieten des Gemeinwesens (Gesundheitswesen, Ämter, Behörden und Gerichte) vertiefen und sich weiter spezialisieren wollen. Der Kurs bietet ihnen insbesondere ein Kennenlernen und Einüben verschiedener Formen des technikgestützten Dolmetschens und eine vertiefte Beschäftigung mit neuen Medien. Der Zertifikatskurs "Dolmetschen mit neuen Medien" ist auf die Bedürfnisse und Spezifika des deutsch-sprachigen Raums abgestimmt.

Die TeilnehmerInnen verfügen zumindest über den Bachelorabschluss eines translatorischen Studiums und sollten im Idealfall kurz vor dem Masterabschluss im Dolmetschen stehen.

Zudem steht der Kurs DolmetscherInnen ohne akademischen Abschluss (mit Hochschulreife) offen, die zumindest fünf Jahre Erfahrung in translationsrelevanten Bereichen nachweisen.