Das Forschungsprojekt "Bildungswissenschaftliche Grundlagen für Lehrkräfte mit Fluchthintergrund" beschäftigt sich mit der Erfassung der (Aus-)Bildungshintergründe sowie mit dem aktuellen Bedarf von LehrerInnen mit Fluchthintergrund. Aus den Ergebnissen der Erhebung entwickelte das Team von Michelle Proyer, Leiterin des Projekts an der Universität Wien (Zentrum für LehrerInnenausbildung & Institut für Bildungswissenschaft), eine konkrete praxisrelevante Pilot-Maßnahme in Form eines Zertifikatskurses. Ausgewählte TeilnehmerInnen werden darin für den Berufseinstieg als LehrerIn in der Sekundar- und/oder der Oberstufe in Österreich nachqualifiziert.

Der erste Durchgang wurde als Pilotprojekt vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) finanziert. Alle 23 TeilnehmerInnen haben den Zertifikatskurs positiv abgeschlossen. Im Anschluss an den Kurs evaluiert die Universität Wien im Herbst 2018, wie die AbsolventInnen am Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Darüber hinaus führen wir Gespräche mit allen Stakeholdern, um weitere Perspektiven der TeilnehmerInnen und des Kurses zu diskutieren.

Ein Zertifikatskurs im September 2018 findet nicht statt.


Veranstaltungsrückblick

Unter dem Titel "Barrieren reduzieren und Ressourcen nutzen. Perspektiven für Bildung im Kontext von Flucht und Migration" lud der Zertifikatskurs "Bildungswissenschaftliche Grundlagen für Lehrkräfte mit Fluchthintergrund" gemeinsam mit dem Zertifikatskurs "Deutsch als Zweit- und Fremdsprache unterrichten" am 4. Juni 2018 zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Zum Fotonachbericht


Kooperationspartner

Finanziert wird der Zertifikatskurs vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA). Die Bezahlung der Mentor*innen erfolgt durch das EU Projekt CORE. Weiters werden die Raumkosten zu einem Großteil vom Projekt CORE finanziert. Es bestehen enge Kooperationen zwischen dem Stadtschulrat für Wien, dem AMS Wien, dem AMS Niederösterreich und dem AMS Burgenland.