uniMind-Lecture

"Digitale Gesundheit: Politische, soziale und ethische Aspekte personalisierter Medizin"

Zeit: Montag, 18. Mai 2020, 15.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Livestream via ZOOM (online)
Vortragende: Univ.-Prof. Dr. Barbara Prainsack (Professur für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Wien)

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Es wird viel darüber gesprochen wie digitale Technologien das Gesundheitswesen verändern: Patient*innen googlen ihre Symptome, bevor sie zur*m Ärztin*Arzt gehen, Telemedizin ermöglicht Diagnose und Therapie fernab von persönlichem Kontakt und die Digitalisierung von Patient*inneninformation bietet neue Möglichkeiten in der Forschung.

Von Anwendungen der "künstlichen Intelligenz" erhoffen sich manche gar eine Revolution in der Medizin, die nicht nur die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigt und Diagnose und Therapie effizienter und akkurater macht, sondern manche Berufe (wie die des Radiologen oder Pathologen) vollständig durch Maschinen ersetzt.
Zugleich melden sich aber auch vermehrt Kritiker*innen zu Wort, die vor den Problemen warnen, die entstehen können, wenn wir menschliche Erfahrung, persönlichen Kontakt und Kommunikation immer weiter zurückdrängen. Statt zu fragen, wie digitale Technologien am besten eingesetzt werden können, so meinen sie, sollten wir fragen, welche Medizin wir uns wünschen. Und: Was schafft Wert für Patient*innen?

In der Lecture gibt Barbara Prainsack einen Ausblick, wie die digitale Medizin das Gesundheitswesen verändert. Sie fragt, was "personalisierte Medizin" denn nun genau ist und in welchem Zusammenhang sie zur digitalen Medizin steht und diskutiert, wie diese Entwicklungen unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit verändern.

Barbara Prainsack ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und am Institut für Globale Gesundheit und Sozialmedizin am King’s College London. Sie ist Mitglied der Österreichischen Bioethikkommission und der "European Group on Ethics in Science and New Technologies", die die Europäische Kommission berät.

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  • Bei Fragen können sich sich gerne an mich wenden: judith.fritz@univie.ac.at