Projektlaufzeit: Oktober 2015 - Oktober 2018

Gerade der Gesundheitsbereich ist ein Arbeitsfeld, in dem viele MigrantInnen tätig sind bzw. viele PatientInnen und KlientInnen mit Migrationshintergrund versorgt werden. Im Projekt "Healthy Diversity" wird erforscht, wie Diversity in Aus- und Weiterbildungen – z.B. in Psychotherapieausbildungen – gelehrt und vermittelt wird, sodass die transkulturellen Kompetenzen verbessert werden.

Diversität als Thema stellt oftmals kein eigenes Modul oder Unterrichtsfach in Aus- und Weiterbildungen im Gesundheitsbereich dar und wird in anderen Fächer integriert. Fortbildungen zu Diversität und Gender sind außerdem oft nicht verpflichtend und werden demnach nicht von allen Studierenden besucht.

Gleichzeitig ist die Arbeitspraxis im Gesundheitsbereich divers – mit unterschiedlichsten Zielgruppen mit und ohne Migrationshintergrund. Unterschiede zeigen sich sofort, beispielsweise in der Körperwahrnehmung, dem Ausdrücken von Gefühlen, Fasten und Ernährungsgewohnheiten oder im Umgang mit Verhütung.

Das Ziel des Healthy Diversity Projekts ist die Steigerung von Wissen bei Lehrenden in Gesundheitsaus- und -weiterbildungen zu drei Themenbereichen:

  • Entwicklung transkultureller Kompetenzen im Umgang mit PatientInnen und KlientInnen
  • Praktische Möglichkeiten, mit sprachlichen Barrieren umzugehen
  • Methoden des Empowerment für PatientInnen und KlientInnen mit Migrationshintergrund

 

Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Projekt zahlreiche hilfreiche Materialien entwickelt:

  • Medizinische Anthropologie – Reader
  • Handbuch über Kritische Ereignisse im Bereich Diversität (z.B. im Spital, in der Ausbildung, in der Ambulanz)
  • Sammlung von Best Practice Beispielen im Umgang mit kritischen Ereignissen
  • Healthy Diversity Curriculum für Lehrende
  • Offene Onlinekurse für Lehrende im Gesundheitsbereich

Im Sinne einer "offenen Universität" werden diese Materialien sowie der Onlinekurs allen Aus- und Weiterbildungsinstitutionen im Gesundheitsbereich kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Projektpartner: WREP (UK), Elan Interculturel (FR), Universität Wien (AT), CESIE (IT), mht consult (DK), Artemisszió Alapítvány (HU), South Warwickshire NHS (UK)