Inhalte und Ziele

Digitale Ausgrenzung bedeutet auch gesellschaftlichen Ausschluss. Dies ist leider ein weit verbreitetes Phänomen der Gegenwart, welches vor allem durch zunehmende soziale Ungleichheit, Rassismen, Diskriminierung aufgrund von Alter oder Geschlecht etc. gekennzeichnet ist. Diverse Faktoren wie ein niedrigeres Einkommen, der Bildungsstatus, der Lebensmittelpunkt, die Sprache, kulturelle oder religiöse Aspekte sowie verschiedene physische oder psychische Herausforderungen führen dazu, dass Menschen von digitalen Strukturen ausgeschlossen werden.

Ziel des Zertifikatskurses ist es, dieser Form der Ausgrenzung durch die Vermittlung von ICT-basierten sowie relevanten didaktischen Kompetenzen und Tools entgegenzuwirken.

Die Lehrinhalte bestehen aus neuesten Forschungsergebnissen zu inklusiver Pädagogik & Psychologie, ICT-gestützten Arbeitsfeldern, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Science & Technology Studies und transkulturellem Wissen aus dem Feld der Bildungsanthropologie. In den Modulen werden u.a. „New Digital Skills“, Best Practices zu digitaler Inklusion sowie die Rolle von Technologie im Verhältnis zu Bildung, Inklusion und Diversität erarbeitet.

Ein praxisorientiertes Modul gibt den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, auf Basis der genannten Lehrinhalte Maßnahmen zur digitalen Inklusion mit Blick auf ihr eigenes aktuelles Arbeitsumfeld zu entwickeln.


Qualifikationsprofil

Die Absolvent*innen des Zertifikatskurses verfügen über alle notwendigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Werkzeuge, um ICT-basierte interaktive und E-Learning-Technologien für integratives, barrierefreies Arbeiten einzusetzen und als Multiplikator*innen weiter zu vermitteln (z.B. in Schulen, Museen, Unternehmen, NGOs oder im öffentlichen Dienst).

Sie haben ihre „Medienkompetenz“ bzw. „Medienbildung“ u.a. durch das von Programmierer*innen und ICT-Expert*innen im Praxismodul vermittelte technische und anwendungsorientierte Wissen erweitert und sind in der Lage, das erworbene Kompetenzen in ihrem eigenen Arbeitsumfeld umzusetzen und damit zu digitaler Inklusion beizutragen.