Aktuelles aus dem Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht

Der Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht begeht 2019 sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund luden wir am 20. September 2019 zu einer Veranstaltung im Dachgeschoß des Juridicums, die neben der Vernetzung der Absolventinnen und Absolventen auch eine inhaltliche Zielsetzung mit einer Podiumsdiskussion verfolgt hat. Infos zur Veranstaltung, Rückblicke und Fotos finden Sie unter dem Menüpunkt "20 Jahre Universitätslehrgang".


jussuccess: Karrierechancen für JuristInnen

Am 29. Oktober haben Studierende und AbsolventInnen rechtswissenschaftlicher Studien auf der jussuccess die Möglichkeit, mit über 50 Arbeitgebern, Institutionen und Weiterbildungsanbietern ins Gespräch zu kommen.

Eckdaten: Dienstag, 29. Oktober 2018., 9.30-16.30 Uhr

Juridicum der Universität Wien, Schottenbastei 10-16

https://www.jussuccess.at/home/

Am Stand des Postgraduate Center können Sie sich speziell zu den Weiterbildungsangeboten für JuristInnen an der Universität Wien informieren. Program Manager Dr. Markus Holzweber wird am Vormittag auch persönlich für Fragen zur Verfügung stehen. 

 

 

 


IT-LAW.AT-Symposium 2019 am 28. November

Am 28. November findet ab 14 Uhr im Reitersaal der Österreichischen Kontrollbank das  IT-LAW.AT-Symposium 2019 statt. Das Thema der von der wissenschaftlichen Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT ausgerichteten Veranstaltung lautet „Trade Secrets vs. Transparency – Geheimnis, Schutz, Spionage & DSGVO“.

Heute besteht der wesentliche Wert von Unternehmen ausschließlich aus „intellektuellem Kapital“ bzw. ist dieses der bestimmende Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und den Markterfolg. Der EU-Gesetzgeber war der Ansicht, dass es hinsichtlich der Geschäftsgeheimnisse eines verstärkten rechtlichen Schutzes bedurfte und die entsprechende EU-Richtlinie wurde kürzlich in den §§ 26a  UWG umgesetzt.

Aus Sicht von IT-LAW.AT daher ein perfekter Zeitpunkt, um das große Bild rund um die Geschäftsgeheimnisse im intellektuellen Kapital zu zeichnen: Was sind Geschäftsgeheimnisse und in welchem Verhältnis stehen sie zum Arbeits-, Vertrags-, Gesellschafts- und Kartellrecht? Welchen (strafrechtlichen) Schutz hatten und haben Geschäftsgeheimnisse und was sind die Herausforderungen bei der Durchsetzung? Wie können Unternehmen Strategien entwickeln, um ihr intellektuelles Kapital zu schützen, also über IP-Rechte oder doch als Geschäftsgeheimnis? Wie entwickeln Unternehmen die technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen für Geschäftsgeheimnisse? Stehen Geschäftsgeheimnisse im Widerspruch zur Transparenzverpflichtung der DSGVO? Und schließlich: wie bedroht sind Geschäftsgeheimnisse in der Praxis wirklich?

www.it-law.at/termin/symposium-2019/


Podiumsdiskussion: From Crypto- to Corporate Currencies

Die wissenschaftliche Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT, das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht, der Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht,  das Austrian Institute of Technology (Center for Digital Safety & Security), die Research Group Cooperative Systems (COSY) der Universität Wien luden am 16. Oktober in die Skylounge der Universität Wien.

Unter der Moderation von Mag. Nikolaus Jilch (Wirtschaftsjournalist) diskutierten über Kryptowährungen:

  • Univ.-Prof. Dr. Rainer Böhme (Universität Innsbruck, Security and Privacy Lab)
  • Eric Demuth (Bitpanda)
  • Univ.-Prof. Dr. Iris Eisenberger, M.Sc. (Universität für Bodenkultur, Institut für Rechtswissenschaften)
  • Dr. Beat Weber (OenB – Österreichische Nationalbank)

Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó bei der Eröffnung und Vorstellung des QR-Codes für Fragen und Feedback während der Veranstaltung. Foto: Markus Holzweber

Blick auf das Podium. Foto: Markus Holzweber

Professor Peter Reichl von der Fakultät für Informatik. Foto: Markus Holzweber

Moderator Nikolaus Jilch. Foto: Markus Holzweber

Blick in das Auditorium. Foto: Markus Holzweber

Blick in das Auditorium. Foto: Markus Holzweber

Viele Fragen? Foto: Markus Holzweber

Get together im Anschluss an die Veranstaltung. Foto: Markus Holzweber

Podiumsdiskussion: Legal Tech, AI, Big Data, Korrelationen, maschinelles Lernen: Veränderungen in der österreichischen Rechtsanwendung jenseits der Buzzwords

Am nächsten Tag luden wir gemeinsam mit dem Legal Tech Hub Vienna zur nächsten Veranstaltung zum Thema "Legal Tech, AI, Big Data, Korrelationen, maschinelles Lernen: Veränderungen in der österreichischen Rechtsanwendung jenseits der Buzzwords"!

Unter der Moderation von Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó (Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht) und Sophie Martinetz (Future-Law) diskutierten in der Alten Kapelle am Campus der Universität Wien: 

  • Stefan Artner (LTHV)
  • Philipp Nagel (RBI, Legal Services)
  • Kerstin Just (Handelsgericht)
  • Daniel Handle-Pfeiffer (Universität Wien, Center for Teaching and Learning)
  • Alma Steger (RAK Wien Technologie Ausschuss)

Im Anschluss daran wurde das erste Jahr des Bestehens des Legal Tech Hub Vienna gefeiert.

Vorbereitung des Events: Margarita Schuster (Future Law), Daniel Handle-Pfeiffer (Universität Wien), Sophie Martinetz (Future Law) und Markus Holzweber (Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht). Foto: Levi Schmid-Holzweber

Begrüßung durch Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó. Foto: Markus Holzweber

Vorstellung des Legal Tech Hubs durch Stefan Artner. Foto: Markus Holzweber

Blick auf das Podium. Foto: Markus Holzweber

Das Podium. Foto: Markus Holzweber

Publikumsfragen. Foto: Julian Melbinger

Die Geburtstagstorte. Foto: Julian Melbinger

Spritzkerzen und Luftballons. Foto: Markus Holzweber

Partner des Legal Tech Hubs. Foto: Julian Melbinger

Das Podium. Foto: Julian Melbinger

Rückblick: Podiumsdiskussion "No Cloud for all!"

Am Dienstag, 18. Juni, luden das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht, die Rechtsanwaltskanzlei Schönherr und der Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht ins Dachgeschoß der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Thema der abendlichen Veranstaltungen waren Cloud-Lösungen in den unterschiedlichen Branchen.

Nach der Begrüßung durch Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó folgten Branchen Insights aus folgenden Bereichen: Anwaltei, Versicherungs- und Bankwesen, öffentliche Hand und Gesundheit.

Wolfgang Tichy (Schönherr Rechtsanwälte) konnte im Rahmen der Veranstaltung das „Praxishandbuch Cloud Computing“ vorstellen, anschließend widmete er sich dem Thema „Warum Rechtsanwälte mit der Cloud ein Problem haben.“ Er stellte die Frage ob Anwälte Cloud-Lösungen verwenden dürfe und stellte fest, dass der bestehende rechtliche Rahmen die technischen Gegebenheiten von Cloud Computing nicht berücksichtig. Weites attestierte er, dass der rechtssichere Einsatz von Cloud Computing für Rechtsanwälte derzeit fraglich ist.

Marek Valasek und Florian Polt (UNIQA Insurance Group AG) gaben einen Einblick in Cloud-Computing in der Versicherungswirtschaft. Sie empfahlen gewisse Mindeststandards (wie sind Rechenzentren geschützt, Sicherheit der Server) festzulegen und diese mit dem Anbieter zu verhandeln.

Zu den verschärften Rahmenbedingungen für Banken bei Cloud-Outsourcing berichtete Janine Wukovits (UniCredit Bank Austria AG). Auch hier zeigen sich Vorschriften, etwa im Bankwesengesetz, die Cloud-Lösungen erschweren (Kreditinstitute haben die ausgelagerten Aufgaben wirkungsvoll zu überwachen, Cloud-Dienstleister müssen mit der FMA und der OeNB zusammenarbeiten…).

Wie Cloud-Lösungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden, stellte Ulrike Huemer (Magistrat der Stadt Wien) vor.  Eine Stadt, wie die Stadt Wien hat unglaublich große Datenmengen – hier sind natürlich Cloud-Lösungen interessant, die aber immer unter den Gesichtspunkten Datenschutz, Datensicherheit oder „Betriebssouveränität“ gesehen werden müssen. Mit Cloud-Lösungen ist man bislang sehr streng in Stadt Wien umgegangen. Als Zielsetzung für die öffentliche Hand forderte sie eine private Cloud-Lösung. In diesem Sinn haben man bereits eine eigene Applikation -  eine „private Cloud“ - entwickelt. Die Daten bleiben somit im Haus und die Kontrolle der Daten ist gewährleistet.

Markus Kastelitz (Research Institute) berichtete über Cloud Computing im Gesundheitsbereich. Er verwies auf einschlägige Bestimmungen, die Cloud-Lösungen auch in diesem Bereich bislang einschränken. Das Gesundheitstelematikgesetz legt etwa eine Verschlüsselungspflicht fest, weiters darf kein Rückschluss auf Patienten möglich sein. Auch Krankenanstalten müssen sicherstellen, dass eine gesetzliche Verschwiegenheitspflicht auch für Clouddienstleister gilt. 

In den folgenden Breakout Sessions fand eine vertiefende Diskussion mit den Vortragenden statt. Die Ergebnisse wurden von den Speakern im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Sophie Martinetz (Future Law) präsentiert. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die bestehenden Regelungen Cloud-Lösungen eher behindern als ermöglichen.

Das Podium. Foto: Markus Holzweber

Buchvorstellung durch Wolfgang Tichy. Foto: Julia Raffetseder

Blick in das Publikum. Foto: Markus Holzweber

Diskussion in der Breakout Session. Foto: Markus Holzweber

Diskussion in der Breakout Session. Foto: Markus Holzweber

Gruppenbild nach einer gelungenen Veranstaltung. Foto: Julia Raffetseder

Stipendien & Förderungen

Stipendien der Netidee: Netidee ist Österreichs größte Internetförderaktion, finanziert von der Internet Privatstiftung Austria (IPA). Die Stiftung hat das Ziel ein nutzenstiftendes, sicheres, freies und offenes Internet für alle Österreicher/-innen zu fördern. Auch 2019 vergibt die Netidee wieder Förderungen im Gesamtumfang von einer Million Euro. Mit bis zu 50.000 Euro für einzelne Projekte und 5.000 Euro für Diplom- bzw. Masterarbeiten sowie 1.0000 Euro für Abschlussarbeiten eines Doktoratsstudiums. www.netidee.at/einreichen 

Die Literar-Mechana vergibt Stipendien an hochqualifizierte Wissenschaftler/innen für klar definierte Forschungsprojekte in den Fachdisziplinen Österreichisches, internationales und europäisches Urheberrecht (einschließlich VerwGesG); Literaturwissenschaft; Publizistik- und Kommunikationswissenschaft; Translationswissenschaft oder in thematisch verwandten wissenschaftlichen Fachbereichen. Die Vergabe erfolgt einmal jährlich zum Zweck der Förderung wissenschaftlicher Forschungsarbeiten in den genannten Fachgebieten. Einreichungen für 2020 müssen bis spätestens 31. März 2020 bei der Literar-Mechana eingelangt sein.
Bewerbungsformular Forschungsstipendium:  literar.at/docs/default-source/downloads/bewerbung-forschungsstipendium.pdf


Podiumsdiskussion zur Anonymität im Netz

Am 6. Juni wurde in der Alten Kapelle am Campus zum Thema "Welche Probleme löst das Gesetz über Sorgfalt und Verantwortung im Netz (nicht) und welche verursacht es?" diskutiert.
Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó begrüßte das Podium, dass von inhaltlicher Einigkeit geprägt war. 

Sigrid Maurer, BA (IHS) berichtete einleitend, dass ihr Prozess als Ausgangspunkt der Debatte und mitunter als Begründung für dieses Gesetzesvorhaben angegeben wird. Allerdings stellte sie klar, dass ein hoher Teil der Hasspostings unter den richtigen Namen geschrieben werde, sodass die im Gesetz geforderte Registrierungspflicht in ihrem Fall unnötig gewesen wäre.

Ähnlich argumentierte RA Mag. Wolfgang Niklfeld (Kanzlei Windhager): das Gesetz löst die Problemfelder nicht. Unklar bleibt die Rechtsdurchsetzung, denn Betroffene haben weiterhin nur die Möglichkeit über den Provider eine Löschung zu beantragen oder über eine Privatanklage wegen übler Nachrede/Beleidigung dagegen vorzugehen. In diesem Fall tragen sie allerdings weiterhin ein hohes Kostenrisiko.

Dr. Daniela Kraus (Presseclub Concordia) orte in diesem Gesetz den "Wind des 19. Jahrhunderts." Es werde für Medienunternehmen zunehmend schwieriger, ein innovationsfreundliches Umfeld zu schaffen.

Dass Initiativen gegen Hass im Internet zu unterstützen sind, steht für Mag. Andreas Gruber (ISPA) nicht zur Diskussion.  Allerdings ist dieses Gesetzesvorhaben überschießend und stellt einen unverhältnismäßiger Eingriff dar. Weiters macht er auf einige Ungenauigkeiten aufmerksam: was ist ein Forum? Wann ist diese auf Österreich ausgerichtet? Sind auch E-Mail-Gruppen/Messenger-Gruppen erfasst? Wie ist dieses GEsetz im internationalen Kontext umzusetzen?

Mag. Gerlinde Hinterleithner (Der Standard) erklärte, warum der Standard ein so großes Forum betreibt. Es geht auf den Gründer Oskar Bronner zurück, der das Chredo ausgabe, den Leser auf Augenhöhe zu begegnen. Durch das Internet wurde ein solcher Rückkanal ermöglicht und schließlich vor 20 Jahren - im Jahr 1999 - das Forum gegründet. Mittlerweile gehen dort im Durchschnitt 30.000 Postings am Tag ein. Wichtig ist für sie, dass hier eine Öffentlichkeit geschaffen wird und nicht versteckt diskutiert wird. Weiters gibt sie zu bedenken, dass ein Betreiber eines Forums nun selber die Identität eines Posters feststellen müsse und jedes Jahr überprüfen müsse, ob diese Daten noch gültig sind.

Mag. Thomas Buocz (Sieger des Standard-Aufsatzwettberwerbs) skizziert den Hintergrund seines eingereichten Aufsatzthemas, der als Sieger des Wettbewerbs hervorghing. Er stellte aber auch klar, dass das Thema viele Bereiche betrifft, etwa die unternehmerische Freiheit, die Meinungsfreiheit der User und Persönlichkeitsschutzrechte der User. Die Fragen, die all diese Bereiche betreffen sind alles andere als einfach zu beantworten.

 
Der Siegertext des Aufsatzbewerbs:

https://derstandard.at/2000102239639/Aufsatzwettbewerb-zurAusweispflicht-im-Netz

oder als Stellungnahme: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/SNME/SNME_04620/imfname_753838.pdf

Die Veranstaltung wurde vom Absolventenverein IT-LAW.AT, dem Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht und dem Universitätslehrgang für Informations- und Medienrechtausgerichtet.

Blick auf das Podium. - Foto: Markus Holzweber

Am Podium: Thomas Buocz, Gerlinde Hinterleithner, Andreas Gruber, Daniela Kraus, Wolfgang Niklfeld, Sigrid Maurer und Nikolaus Forgó. - Foto: Markus Holzweber

Exkurs ins chinesische IP/IT-Recht

Auf Einladung von Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó kam Professor Xiang Yu nach Wien und unterrichtete am Wochenende am Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht.

Xiang Yu ist ordentlicher Professor an der School of Management der Huazhong Universität für Wissenschaft und Technologie (HUST) in Wuhan, China.

Verbindungen zur europäischen Rechtstradition stellt er in seiner Funktion als Direktor des chinesisch-europäischen Instituts für geistiges Eigentum von HUST sowie des chinesisch-deutschen Instituts für geistiges Eigentum her. Seit März 2017 ist Prof. Yu auch Vizepräsident für internationales Engagement an der Hubei Normal University. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen geistiges Eigentum und internationaler Handel, Patentstrategie und technologische Innovation, Lizenzierung und Technologietransfer.

In seinen Vorträgen an der Universität Wien ging Prof. Yu auf „IP Strategies in China - IP Management for European Companies doing Business in China“ und „Technology Transfer in China“ ein.

Prof. Yu mit den LL.M.-Studierenden am Campus der Universität Wien

Prof. Yu mit Prof. Forgó und Studierenden des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht

Podiumsdiskussion: Einsatz von Algorithmen in der Arbeitsvermittlung: Die Digitalisierung als Chance und Herausforderung für die Arbeitswelt

Die Digitalisierung führt zu tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt und Arbeitsorganisation. Die durch den vermehrten Einsatz der Technologie verursachten Veränderungen manifestieren sich nicht nur in der Entgrenzung von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie als Phänomen des plattformbasierten Arbeitens (gig economy, crowdwork), sondern auch in der Arbeitsvermittlung.

Daher lud das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht am 29. April zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Einsatz von Algorithmen in der Arbeitsvermittlung: Die Digitalisierung als Chance und Herausforderung für die Arbeitswelt" ein. Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó konnte ein hochkarätiges Podium begrüßen.

Dr. Marius Wilk (Leiter des Büros des Vorstandes, Arbeitsmarktservice Österreich) gab einen Überblick über die wichtigsten arbeitspolitischen Instrumente. Erste IT-Systeme wurden schon vor 33 Jahren in der Arbeitsvermittlung eingesetzt, um offene Stellen mit Bewerberprofilen abzugleichen.
Derzeit stark diskutiert wird die Einschätzung der Arbeitsmarktchancen. Weiters werden Entwicklung angestrebt, welche Instrumente der Arbeitsmarktförderung am meisten helfen.

Univ.-Prof. Dr. Wilfried Gansterer (Dekan der Fakultät für Informatik, Universität Wien) gab kritisch zu bedenken, dass Algorithmen bestehende Vorurteile verstärken, wie er an Beispiel von Entscheidungssystemen in den USA (Freilassung auf Kautionen) illustrierte. Er wies aber auch auf neue Forschungsrichtung hin, die diese Systeme fairer machen sollen.

Algorithmische Entscheidungen werden bereits getroffen, so Ass.-Prof. Dr. Ben Wagner (Institute for Information Systems and Society, WU Wien). Er schloss an Professor Gansterer an und bemerkte, dass diese Systeme überall und mittlerweile normal geworden sind. Wagner zeigte anhand einiger Beispiele, wie fehleranfällig Algorithmen sind und wie schwierig es ist, diese Systeme wieder zu verändern.

Unter die Schlagworte "Transparenz" und "Verantwortung" stellte Univ.-Prof. DDr. Matthias Karmasin (Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung (CMC) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) seinen Vortrag. Als Problematik ortete er eine mögliche Scheinobjektivität, die letztendlich in der Ausrede "ich kann nichts dafür, es sagt der Algorithmus" münden könne. Karmasin fordert jedenfalls eine Auditierung und einen ethischen Code of Conduct für jene automationsbedingt getroffenen Entscheidungen, die zentralen Auswirkungen auf den Menschen haben. Es braucht neben Transparenz auch eine Klärung der Frage über Verantwortung: wem rechne ich Verantwortung zu? wer trägt diese? 

In der Arbeitswelt finden sich zahlreiche elektronische Hilfsmittel - von Zugangskarten zum Büro hin zu Bewerbersoftware in Personalabteilungen. Dr. Miriam Kullmann (WU Wien, Institut für Österreichisches und Europäisches Arbeitsrecht und Sozialrecht) wies darauf hin, dass Algorithmen von Firmen als Betriebsgeheimnisse betrachtet werden. Neben arbeitsrechtlichen Bestimmungen wies sie auch auf den Datenschutz hin.

Organisation - Kunde - Mitarbeiter: Mit diesen Schlagworten begann Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal (Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Universität Wien) sein Statement. Er sieht in solchen Systemen die Möglichkeit, die Rationalität von Entscheidungen zu heben. Wichtig ist laut Mazal, das Hilfestellungsmerkmal des Instruments "Algorithmus" zu unterstreichen. Diese Systeme sollen den Menschen - Kunden wie Mitarbeitern - helfen, eine möglichst sachgerechte Entscheidung zu treffen.

Die anschließende Diskussion - etwa zu Fragen der Gleichbehandlung in der Arbeitsvermittlung - konnte im Rahmen eines gemütlichen Ausklangs noch weiter intensiviert werden.

Das Podium. Foto: Markus Holzweber

Blick in das Autitorium. Foto: Markus Holzweber

IMSI-Catcher in der Wachau? Oder: Wie passen die EU-Urheberrechtsreform, das Datenschutzpaket, der Europäische Kodex für die elektronische Kommunikation und medienrechtliche Entscheidungen zu Steinfeder, Federspiel und Smaragd?


Am „Brush-Up Seminar“ in Weissenkirchen in der Wachau diskutierten AbsolventInnen des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht sowie Mitglieder der wissenschaftlichen Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT aktuelle Fragen des Informationsrechts. Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó konnte im passenden Ambiente Mag. Wolfgang Renzl (Pfletschinger Renzl - Rechtsanwälte Wien), Dr. Albrecht Haller (Rechtsanwaltskanzlei Haller), Dr. Hans Peter Lehofer (Richter am VwGH) und Dr. Matthias Schmidl (Stellvertretender Leiter der Datenschutzbehörde) als Vortragende und zahlreiche AbsolventInnen aus verschiedenen „Jahrgängen“ begrüßen. Neben den Inhalten aus den Fachbereichen Telekommunikations-, Urheber-, Medien- und Datenschutzrecht kam der informelle Teil im Rahmen einer Weinverkostung nicht zu kurz.
 
...und der IMSI-Catcher? Mehr zur gesetzlichen Grundlage finden Sie im Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2018 (BGBl I 2018/27)
...mehr auch bei einem der nächsten IT-LAW.AT-Seminare
...noch mehr dazu gibt es auch im nächsten Durchgang des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht, der im Herbst 2019 startet.

Blick auf die Kirche in Weissenkirchen. Foto: Markus Holzweber

Der ehemalige Weinkeller als Kulisse für das Seminar. Foto: Markus Holzweber

LL.M.-Abschlussfeier

Am 5. Dezember fand im kleinen Festsaal der Universität Wien die gemeinsame Abschlussfeier der Universitätslehrgänge „Informations- und Medienrecht“, „Steuerrecht und Rechnungswesen“ und „Wohn- und Immobilienrecht“ statt.

Die Vizerektorin der Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Regina Hitzenberger, begrüßte die AbsolventInnen der drei Universitätslehrgänge und zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen ist, eine lehrgangsübergreifende Feier zu organisieren.

In der Festansprache wies Univ.-Prof. Dr. Franz Stefan Meissel, Vizedekan und Studienprogrammleiter, auf die Bedeutung der Universitätslehrgänge für die Rechtswissenschaftliche Fakultät hin. Die Fakultät ist mittlerweile die größte im deutschsprachigen Raum und diese erlaubt ein breites Angebot an Disziplinen. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Universitätslehrgängen wieder, die einen hohen Praxisbezug aufweisen. Meissel dankte im Namen der Fakultät den Lehrgangsleitern, den Professoren Forgó, Kirchmayr-Schliesselberger und Ofner, sowie den jeweiligen Program Managern für ihre Tätigkeit.

Nach dem traditionellen "Gaudeamus igitur", der Bundes- und Europahymne konnten sich die neuen „Master of Laws“ lehrgangsübergreifend bei einem Glas Sekt vernetzen.

Am Foto: Vizerektorin Hitzenberger in der Mitte, Professor Ofner link, Vizedekan Meissel rechts, mit den AbsolventInnen der Universitätslehrgänge Informations- und Medienrecht, Steuerrecht und Rechnungswesen und Wohn- und Immobilienrecht. -Copyright: Robert Harson

Program Manager Markus Holzweber mit den Absolventinnen Mag. Sebastian Schwamberger, LL.M., Mag. Laura-Anna Reissig, LL.M., Mag. Tullia Maria Xenia Veronesi, LL.M., Mag. Kristina Marija Malina-Altzinger, LL.M. und Dipl.-Ing. Christoph Diemberger, LL.B., LL.M. - Copyright: Robert Harson

Willkommen in der Weiterbildung der Universität Wien! Der Eröffnungsempfang des Postgraduate Center 2018

Der Abend des 29. November stand ganz im Zeichen der neuen Weiterbildungsstudierenden der Universität Wien. All jene, die im Sommersemester 2018 oder Wintersemester 2018/19 einen Universitätslehrgang oder Zertifikatskurs begonnen haben, waren zu einem feierlichen Eröffnungsempfang geladen. Rektor Heinz W. Engl, Vizerektorin Christa Schnabl und Nino Tomaschek, Leiter des Postgraduate Center, konnten dieses Jahr eine neue Rekordzahl von Gästen begrüßen, unter ihnen auch zahlreiche Programmverantwortliche, Lehrende und KooperationspartnerInnen.

Die Veranstaltung im Foto- und Nachbericht

Mag. Markus Horvath, Marion Gruber-Hörmann, BA, Mag. Lea Strasser, Mag. Lisa Riedel und Mag. Bettina Gegenbauer mit Program Manager Markus Holzweber.


Die Digitalisierung als große Chance

Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Nikolaus Forgó auf der Jus Success:  http://karrierenews.diepresse.com/home/karrieretrends/5313945/Die-Digitalisierung-als-grosse-Chance

Die Podiumsdiskussion zum Thema "LegalTech: Ersetzt der Computer bald den/die KonzipientIn?"- Foto: Markus Holzweber

Weiterbildung erhöht Berufschancen

Eine Studie des Forschungsinstituts FORBA, die non der Arbeiterkammer Wien und dem AMS Wien in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass Weiterbildung die Berufschancen deutlich erhöht und ein wichtiger Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung ist.

Informationen: https://wien.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/bildung/Weiterbildung_verbessert_Berufschancen_deutlich.html

Zur Kurzfassung der Studie: https://media.arbeiterkammer.at/wien/PDF/studien/bildung/FORBA_Studie_Kurzfassung_U.Papouschek_2017.pdf


Interview mit Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó

Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó spricht im "Standard" über das postfaktische Zeitalter, die Überwachung und über problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News. Im Rahmen der Sommerhochschule der Universität Wien, die vom 2. bis 4. August in Strobl stattfindet, widmet er sich auch dem Thema "Die Vierte Gewalt? – Medien, Wirtschaft und Politik".das postfaktische Zeitalter, Überwachung und problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News - derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebensdas postfaktische Zeitalter, Überwachung und problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News - derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebensdas postfaktische Zeitalter, Überwachung und problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News - derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebens

Zum Interview: http://derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebens


IT-Law Fußballturnier

Am 19. Mai fand im Sportcenter Donaucity das 26. IT-LAW.AT-Fußballturnier statt. Die Mannschaft von IT-LAW.AT belegte trotz oder wegen der Unterstützung des Program Managers des Lehrgangs den 15. Platz, Sieger wurde Freshfields.


Waff-Förderung

Der Wiener Arbeitnehmer/-innen Förderungsfonds unterstützt mit dem Weiterbildungstausender Weiterbildungsmaßnahmen Wiener Arbeitnehmer/-innen. Wenn das Einkommen unter 1.800 Euro beträgt, werden Kurskosten mit 50 Prozent bis maximal 2.000 Euro gefördert. Wichtig ist, dass eine Antragstellung persönlich vor Kursanmeldung erfolgt.

Informationen unter 01 217 48 - 555

Zu den Fördervoraussetzungen


IKT-Newsletter online

Der neue Newsletter der IKT-Strategie des Bundes ist auf der Webseite der Plattform Digitales Österreich (im Bereich Services) verfügbar.


Skriptum von Prof. Hoeren

Die aktuellen Skripten Internet-Recht, IT-Recht sowie IT-Vertragsrecht  von Prof. Thomas Hoeren finden Sie auf der Website der Universität Münster.