Aktuelles aus dem Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht

seit 1999: www.informationsrecht.at


Rückblick: Podiumsdiskussion "No Cloud for all!"

Am Dienstag, 18. Juni, luden das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht, die Rechtsanwaltskanzlei Schönherr und der Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht ins Dachgeschoß der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Thema der abendlichen Veranstaltungen waren Cloud-Lösungen in den unterschiedlichen Branchen.

Nach der Begrüßung durch Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó folgten Branchen Insights aus folgenden Bereichen: Anwaltei, Versicherungs- und Bankwesen, öffentliche Hand und Gesundheit.

Wolfgang Tichy (Schönherr Rechtsanwälte) konnte im Rahmen der Veranstaltung das „Praxishandbuch Cloud Computing“ vorstellen, anschließend widmete er sich dem Thema „Warum Rechtsanwälte mit der Cloud ein Problem haben.“ Er stellte die Frage ob Anwälte Cloud-Lösungen verwenden dürfe und stellte fest, dass der bestehende rechtliche Rahmen die technischen Gegebenheiten von Cloud Computing nicht berücksichtig. Weites attestierte er, dass der rechtssichere Einsatz von Cloud Computing für Rechtsanwälte derzeit fraglich ist.

Marek Valasek und Florian Polt (UNIQA Insurance Group AG) gaben einen Einblick in Cloud-Computing in der Versicherungswirtschaft. Sie empfahlen gewisse Mindeststandards (wie sind Rechenzentren geschützt, Sicherheit der Server) festzulegen und diese mit dem Anbieter zu verhandeln.

Zu den verschärften Rahmenbedingungen für Banken bei Cloud-Outsourcing berichtete Janine Wukovits (UniCredit Bank Austria AG). Auch hier zeigen sich Vorschriften, etwa im Bankwesengesetz, die Cloud-Lösungen erschweren (Kreditinstitute haben die ausgelagerten Aufgaben wirkungsvoll zu überwachen, Cloud-Dienstleister müssen mit der FMA und der OeNB zusammenarbeiten…).

Wie Cloud-Lösungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden, stellte Ulrike Huemer (Magistrat der Stadt Wien) vor.  Eine Stadt, wie die Stadt Wien hat unglaublich große Datenmengen – hier sind natürlich Cloud-Lösungen interessant, die aber immer unter den Gesichtspunkten Datenschutz, Datensicherheit oder „Betriebssouveränität“ gesehen werden müssen. Mit Cloud-Lösungen ist man bislang sehr streng in Stadt Wien umgegangen. Als Zielsetzung für die öffentliche Hand forderte sie eine private Cloud-Lösung. In diesem Sinn haben man bereits eine eigene Applikation -  eine „private Cloud“ - entwickelt. Die Daten bleiben somit im Haus und die Kontrolle der Daten ist gewährleistet.

Markus Kastelitz (Research Institute) berichtete über Cloud Computing im Gesundheitsbereich. Er verwies auf einschlägige Bestimmungen, die Cloud-Lösungen auch in diesem Bereich bislang einschränken. Das Gesundheitstelematikgesetz legt etwa eine Verschlüsselungspflicht fest, weiters darf kein Rückschluss auf Patienten möglich sein. Auch Krankenanstalten müssen sicherstellen, dass eine gesetzliche Verschwiegenheitspflicht auch für Clouddienstleister gilt. 

In den folgenden Breakout Sessions fand eine vertiefende Diskussion mit den Vortragenden statt. Die Ergebnisse wurden von den Speakern im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Sophie Martinetz (Future Law) präsentiert. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die bestehenden Regelungen Cloud-Lösungen eher behindern als ermöglichen.

Das Podium. Foto: Markus Holzweber

Buchvorstellung durch Wolfgang Tichy. Foto: Julia Raffetseder

Blick in das Publikum. Foto: Markus Holzweber

Diskussion in der Breakout Session. Foto: Markus Holzweber

Diskussion in der Breakout Session. Foto: Markus Holzweber

Gruppenbild nach einer gelungenen Veranstaltung. Foto: Julia Raffetseder

Stipendium: Chance für junge Juristinnen und Juristen

Die Tageszeitung "Die Presse" vergibt einen Freiplatz für den Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht. Das Stipendium für das Lehrgangsjahr 2019/2020 deckt die Gebühren in der Höhe von 10.800 Euro ab.

Zielgruppe: Juristinnen und Juristen bis 30 Jahre

https://diepresse.com/home/bildung/stipendium/5635875/UniversitaetslehrgangInformations-und-Medienrecht?from=suche.intern.Portal

Bewerbungen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Publikationslisten, Qualifikationsnachweise....) für dieses Stipendium sind bis 31. August 2019 an das Postgraduate Center der Universität Wien, Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht, Spitalgasse 2/Hof 1, 1090 Wien bzw. per E-Mail an informationsrecht@univie.ac.at möglich.

 

 


Podiumsdiskussion zur Anonymität im Netz

Am 6. Juni wurde in der Alten Kapelle am Campus zum Thema "Welche Probleme löst das Gesetz über Sorgfalt und Verantwortung im Netz (nicht) und welche verursacht es?" diskutiert.
Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó begrüßte das Podium, dass von inhaltlicher Einigkeit geprägt war. 

Sigrid Maurer, BA (IHS) berichtete einleitend, dass ihr Prozess als Ausgangspunkt der Debatte und mitunter als Begründung für dieses Gesetzesvorhaben angegeben wird. Allerdings stellte sie klar, dass ein hoher Teil der Hasspostings unter den richtigen Namen geschrieben werde, sodass die im Gesetz geforderte Registrierungspflicht in ihrem Fall unnötig gewesen wäre.

Ähnlich argumentierte RA Mag. Wolfgang Niklfeld (Kanzlei Windhager): das Gesetz löst die Problemfelder nicht. Unklar bleibt die Rechtsdurchsetzung, denn Betroffene haben weiterhin nur die Möglichkeit über den Provider eine Löschung zu beantragen oder über eine Privatanklage wegen übler Nachrede/Beleidigung dagegen vorzugehen. In diesem Fall tragen sie allerdings weiterhin ein hohes Kostenrisiko.

Dr. Daniela Kraus (Presseclub Concordia) orte in diesem Gesetz den "Wind des 19. Jahrhunderts." Es werde für Medienunternehmen zunehmend schwieriger, ein innovationsfreundliches Umfeld zu schaffen.

Dass Initiativen gegen Hass im Internet zu unterstützen sind, steht für Mag. Andreas Gruber (ISPA) nicht zur Diskussion.  Allerdings ist dieses Gesetzesvorhaben überschießend und stellt einen unverhältnismäßiger Eingriff dar. Weiters macht er auf einige Ungenauigkeiten aufmerksam: was ist ein Forum? Wann ist diese auf Österreich ausgerichtet? Sind auch E-Mail-Gruppen/Messenger-Gruppen erfasst? Wie ist dieses GEsetz im internationalen Kontext umzusetzen?

Mag. Gerlinde Hinterleithner (Der Standard) erklärte, warum der Standard ein so großes Forum betreibt. Es geht auf den Gründer Oskar Bronner zurück, der das Chredo ausgabe, den Leser auf Augenhöhe zu begegnen. Durch das Internet wurde ein solcher Rückkanal ermöglicht und schließlich vor 20 Jahren - im Jahr 1999 - das Forum gegründet. Mittlerweile gehen dort im Durchschnitt 30.000 Postings am Tag ein. Wichtig ist für sie, dass hier eine Öffentlichkeit geschaffen wird und nicht versteckt diskutiert wird. Weiters gibt sie zu bedenken, dass ein Betreiber eines Forums nun selber die Identität eines Posters feststellen müsse und jedes Jahr überprüfen müsse, ob diese Daten noch gültig sind.

Mag. Thomas Buocz (Sieger des Standard-Aufsatzwettberwerbs) skizziert den Hintergrund seines eingereichten Aufsatzthemas, der als Sieger des Wettbewerbs hervorghing. Er stellte aber auch klar, dass das Thema viele Bereiche betrifft, etwa die unternehmerische Freiheit, die Meinungsfreiheit der User und Persönlichkeitsschutzrechte der User. Die Fragen, die all diese Bereiche betreffen sind alles andere als einfach zu beantworten.

 
Der Siegertext des Aufsatzbewerbs:

https://derstandard.at/2000102239639/Aufsatzwettbewerb-zurAusweispflicht-im-Netz

oder als Stellungnahme: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/SNME/SNME_04620/imfname_753838.pdf

Die Veranstaltung wurde vom Absolventenverein IT-LAW.AT, dem Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht und dem Universitätslehrgang für Informations- und Medienrechtausgerichtet.

Blick auf das Podium. - Foto: Markus Holzweber

Am Podium: Thomas Buocz, Gerlinde Hinterleithner, Andreas Gruber, Daniela Kraus, Wolfgang Niklfeld, Sigrid Maurer und Nikolaus Forgó. - Foto: Markus Holzweber

Exkurs ins chinesische IP/IT-Recht

Auf Einladung von Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó kam Professor Xiang Yu nach Wien und unterrichtete am Wochenende am Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht.

Xiang Yu ist ordentlicher Professor an der School of Management der Huazhong Universität für Wissenschaft und Technologie (HUST) in Wuhan, China.

Verbindungen zur europäischen Rechtstradition stellt er in seiner Funktion als Direktor des chinesisch-europäischen Instituts für geistiges Eigentum von HUST sowie des chinesisch-deutschen Instituts für geistiges Eigentum her. Seit März 2017 ist Prof. Yu auch Vizepräsident für internationales Engagement an der Hubei Normal University. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen geistiges Eigentum und internationaler Handel, Patentstrategie und technologische Innovation, Lizenzierung und Technologietransfer.

In seinen Vorträgen an der Universität Wien ging Prof. Yu auf „IP Strategies in China - IP Management for European Companies doing Business in China“ und „Technology Transfer in China“ ein.

Prof. Yu mit den LL.M.-Studierenden am Campus der Universität Wien

Prof. Yu mit Prof. Forgó und Studierenden des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht

Festveranstaltung: 20 Jahre Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht

Was 1999 mit dem ersten Jahrgang Universitätslehrgang Informationsrecht und Rechtsinformation begann feiert 2019 als Universitätslehrgang Informations- und Medienrechts sein 20-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird am 20. September 2019 im Dachgeschoß des Juridicums der Rechtswissenschaftlichen Fakultät gefeiert.

Das Programm

  • 14.00 Uhr Jahrgangstreffen (Dachgeschoß, Seminarräume 61, 62, 63 und 64)

Begrüßung durch Univ.-Prof. Mag. Dr. Nikolaus Forgó (Wissenschaftlicher Leiter)

 

  • 15.00 Uhr Eröffnung (Dachgeschoß)

ao . Univ.-Prof. Mag. Dr. Christa Schnabl (Vizerektorin der Universität Wien)
Univ.-Prof. Mag. Dr. Dr. h.c. Paul Oberhammer (Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät)

 

  • Begrüßung und Worte zum Universitätslehrgang

Dr. Kristin Hanusch-Linser (Hanusch-Linser Management GmbH)
Dr. Thomas Höhne (Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte GmbH & Co KG)
Mag. Florian Schnurer, LL.M. (Präsident IT-LAW.AT)

 

  • 16.00 Uhr Podiumsdiskussion

Neuauflage des im Jahr 2000 gehaltenen Symposiums: „Chaos Control: Das Internet als dunkle Seite des Rechts“

 

Dr. Kristin Hanusch-Linser (Hanusch-Linser Management)
a.o. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Jahnel (Universität Salzburg)
Mag. Dieter Kronegger (Kronegger Consulting)
Hon.-Prof. Dr. Guido Kucsko (Schoenherr Rechtsanwälte)
Dr. Florian Philapitsch, LL.M. (Amt der Burgenländischen Landesregierung)
Mag. Michael Pilz (Freimüller, Obereder, Pilz Rechtsanwälte)
Mag. Markus Popolari (BMI)
Dr. Werner Robert Svoboda
Mag. Martin Zucker, LL.M. (BMVRDJ)
Reflexion: Cornelia Kutterer, LL.M. (Microsoft Brüssel)

 

  • 18.00 Uhr Get-together im Dachgeschoß

Zur Anmeldung: https://www.postgraduatecenter.at/weiterbildungsprogramme/recht/informations-und-medienrecht/aktuelles/anmeldung-20-jahre-ulg/

 

 


Podiumsdiskussion: Einsatz von Algorithmen in der Arbeitsvermittlung: Die Digitalisierung als Chance und Herausforderung für die Arbeitswelt

Die Digitalisierung führt zu tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt und Arbeitsorganisation. Die durch den vermehrten Einsatz der Technologie verursachten Veränderungen manifestieren sich nicht nur in der Entgrenzung von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie als Phänomen des plattformbasierten Arbeitens (gig economy, crowdwork), sondern auch in der Arbeitsvermittlung.

Daher lud das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht am 29. April zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Einsatz von Algorithmen in der Arbeitsvermittlung: Die Digitalisierung als Chance und Herausforderung für die Arbeitswelt" ein. Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó konnte ein hochkarätiges Podium begrüßen.

Dr. Marius Wilk (Leiter des Büros des Vorstandes, Arbeitsmarktservice Österreich) gab einen Überblick über die wichtigsten arbeitspolitischen Instrumente. Erste IT-Systeme wurden schon vor 33 Jahren in der Arbeitsvermittlung eingesetzt, um offene Stellen mit Bewerberprofilen abzugleichen.
Derzeit stark diskutiert wird die Einschätzung der Arbeitsmarktchancen. Weiters werden Entwicklung angestrebt, welche Instrumente der Arbeitsmarktförderung am meisten helfen.

Univ.-Prof. Dr. Wilfried Gansterer (Dekan der Fakultät für Informatik, Universität Wien) gab kritisch zu bedenken, dass Algorithmen bestehende Vorurteile verstärken, wie er an Beispiel von Entscheidungssystemen in den USA (Freilassung auf Kautionen) illustrierte. Er wies aber auch auf neue Forschungsrichtung hin, die diese Systeme fairer machen sollen.

Algorithmische Entscheidungen werden bereits getroffen, so Ass.-Prof. Dr. Ben Wagner (Institute for Information Systems and Society, WU Wien). Er schloss an Professor Gansterer an und bemerkte, dass diese Systeme überall und mittlerweile normal geworden sind. Wagner zeigte anhand einiger Beispiele, wie fehleranfällig Algorithmen sind und wie schwierig es ist, diese Systeme wieder zu verändern.

Unter die Schlagworte "Transparenz" und "Verantwortung" stellte Univ.-Prof. DDr. Matthias Karmasin (Institut für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung (CMC) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) seinen Vortrag. Als Problematik ortete er eine mögliche Scheinobjektivität, die letztendlich in der Ausrede "ich kann nichts dafür, es sagt der Algorithmus" münden könne. Karmasin fordert jedenfalls eine Auditierung und einen ethischen Code of Conduct für jene automationsbedingt getroffenen Entscheidungen, die zentralen Auswirkungen auf den Menschen haben. Es braucht neben Transparenz auch eine Klärung der Frage über Verantwortung: wem rechne ich Verantwortung zu? wer trägt diese? 

In der Arbeitswelt finden sich zahlreiche elektronische Hilfsmittel - von Zugangskarten zum Büro hin zu Bewerbersoftware in Personalabteilungen. Dr. Miriam Kullmann (WU Wien, Institut für Österreichisches und Europäisches Arbeitsrecht und Sozialrecht) wies darauf hin, dass Algorithmen von Firmen als Betriebsgeheimnisse betrachtet werden. Neben arbeitsrechtlichen Bestimmungen wies sie auch auf den Datenschutz hin.

Organisation - Kunde - Mitarbeiter: Mit diesen Schlagworten begann Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal (Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Universität Wien) sein Statement. Er sieht in solchen Systemen die Möglichkeit, die Rationalität von Entscheidungen zu heben. Wichtig ist laut Mazal, das Hilfestellungsmerkmal des Instruments "Algorithmus" zu unterstreichen. Diese Systeme sollen den Menschen - Kunden wie Mitarbeitern - helfen, eine möglichst sachgerechte Entscheidung zu treffen.

Die anschließende Diskussion - etwa zu Fragen der Gleichbehandlung in der Arbeitsvermittlung - konnte im Rahmen eines gemütlichen Ausklangs noch weiter intensiviert werden.

Das Podium. Foto: Markus Holzweber

Blick in das Autitorium. Foto: Markus Holzweber

IMSI-Catcher in der Wachau? Oder: Wie passen die EU-Urheberrechtsreform, das Datenschutzpaket, der Europäische Kodex für die elektronische Kommunikation und medienrechtliche Entscheidungen zu Steinfeder, Federspiel und Smaragd?


Am „Brush-Up Seminar“ in Weissenkirchen in der Wachau diskutierten AbsolventInnen des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht sowie Mitglieder der wissenschaftlichen Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT aktuelle Fragen des Informationsrechts. Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó konnte im passenden Ambiente Mag. Wolfgang Renzl (Pfletschinger Renzl - Rechtsanwälte Wien), Dr. Albrecht Haller (Rechtsanwaltskanzlei Haller), Dr. Hans Peter Lehofer (Richter am VwGH) und Dr. Matthias Schmidl (Stellvertretender Leiter der Datenschutzbehörde) als Vortragende und zahlreiche AbsolventInnen aus verschiedenen „Jahrgängen“ begrüßen. Neben den Inhalten aus den Fachbereichen Telekommunikations-, Urheber-, Medien- und Datenschutzrecht kam der informelle Teil im Rahmen einer Weinverkostung nicht zu kurz.
 
...und der IMSI-Catcher? Mehr zur gesetzlichen Grundlage finden Sie im Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2018 (BGBl I 2018/27)
...mehr auch bei einem der nächsten IT-LAW.AT-Seminare
...noch mehr dazu gibt es auch im nächsten Durchgang des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht, der im Herbst 2019 startet.

Blick auf die Kirche in Weissenkirchen. Foto: Markus Holzweber

Der ehemalige Weinkeller als Kulisse für das Seminar. Foto: Markus Holzweber

Vorankündigung Podiumsdiskussionen im Juni

Save the Date: 

6. Juni, ab 18 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema „Wie beeinflusst die Digitalisierung schon heute den juristischen Alltag“, (Alte Kapelle,  Campus der Universität Wien)

18. Juni, ab 18 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema „Rechtliche Anforderungen an branchenspezifische Cloudlösungen in Österreich“ (Dachgeschoß des Juridicums)


15 Prozent Ermäßigung für Mitglieder des Alumniverbands der Universität Wien

Als Mitglied im Alumniverband der Universität Wien profitieren Sie von ermäßigten Kursgebühren bei zahlreichen Lehrgängen des Postgraduate Centers der Universität Wien.
 
Im Universitätslehrgang "Informations- und Medienrecht" werden zwei Plätze für Alumniverbands-Mitglieder mit einer 15% Ermäßigung angeboten: https://alumni.ac.at/portal/getinvolved/mitgliederservice/article/2721.html

Informationen: judith.jennewein@univie.ac.at


Aktuelle Publikationen

Christoph Diemberger und Bernhard Horn, beide aus dem Jahrgang 2017/18,  publizierten in der Zeitschrift jusIT: Diemberger zum Thema "Zum Personenbezug der Verarbeitung von Identifikatoren zur Wiedererkennung von Benutzern im World Wide Web" (jusIT 6/2018) und Horn über "Neue Pflicht für Unternehmen zur Entgegennahme elektronischer Zustellungen" (jusIT 1/2019).
Auch der aktuelle Jahrgang ist vertreten: Sabine Bacher, Marion Gruber-Hörmann, Anna-Maria Minihold, Lisa Riedel, Lea Strasser und Sarah Tarmastin veröffentlichten den Beitrag "DS-GVO in der Praxis - Namensnennung auf Klingelschildern: Der Fall >Wiener Wohnen<".


LL.M.-Abschlussfeier

Am 5. Dezember fand im kleinen Festsaal der Universität Wien die gemeinsame Abschlussfeier der Universitätslehrgänge „Informations- und Medienrecht“, „Steuerrecht und Rechnungswesen“ und „Wohn- und Immobilienrecht“ statt.

Die Vizerektorin der Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Regina Hitzenberger, begrüßte die AbsolventInnen der drei Universitätslehrgänge und zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen ist, eine lehrgangsübergreifende Feier zu organisieren.

In der Festansprache wies Univ.-Prof. Dr. Franz Stefan Meissel, Vizedekan und Studienprogrammleiter, auf die Bedeutung der Universitätslehrgänge für die Rechtswissenschaftliche Fakultät hin. Die Fakultät ist mittlerweile die größte im deutschsprachigen Raum und diese erlaubt ein breites Angebot an Disziplinen. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Universitätslehrgängen wieder, die einen hohen Praxisbezug aufweisen. Meissel dankte im Namen der Fakultät den Lehrgangsleitern, den Professoren Forgó, Kirchmayr-Schliesselberger und Ofner, sowie den jeweiligen Program Managern für ihre Tätigkeit.

Nach dem traditionellen "Gaudeamus igitur", der Bundes- und Europahymne konnten sich die neuen „Master of Laws“ lehrgangsübergreifend bei einem Glas Sekt vernetzen.

Am Foto: Vizerektorin Hitzenberger in der Mitte, Professor Ofner link, Vizedekan Meissel rechts, mit den AbsolventInnen der Universitätslehrgänge Informations- und Medienrecht, Steuerrecht und Rechnungswesen und Wohn- und Immobilienrecht. -Copyright: Robert Harson

Program Manager Markus Holzweber mit den Absolventinnen Mag. Sebastian Schwamberger, LL.M., Mag. Laura-Anna Reissig, LL.M., Mag. Tullia Maria Xenia Veronesi, LL.M., Mag. Kristina Marija Malina-Altzinger, LL.M. und Dipl.-Ing. Christoph Diemberger, LL.B., LL.M. - Copyright: Robert Harson

Fakultät für Rechtswissenschaft am weltweit größten Blockchain-Kompetenzzentrum beteiligt

Das COMET-Zentrum (K1) Austrian Blockchain Center (ABC) soll das Know-how rund um die Blockchain-Technologie an einem Ort bündeln und neue Impulse setzen. Die Universität Wien ist durch die Fakultät für Informatik (Prof. Stefanie Rinderle-Ma und Prof. Wolfgang Klas) und die Fakultät für Rechtswissenschaften (Prof. Nikolaus Forgó und Prof. Christiane Wendehorst) vertreten.

Informationen: informatik.univie.ac.at/news-events/beitrag/news/fakultaet-fuer-informatik-am-weltweit-groessten-blockchain-kompetenzzentrum-beteiligt/


Willkommen in der Weiterbildung der Universität Wien! Der Eröffnungsempfang des Postgraduate Center 2018

Der Abend des 29. November stand ganz im Zeichen der neuen Weiterbildungsstudierenden der Universität Wien. All jene, die im Sommersemester 2018 oder Wintersemester 2018/19 einen Universitätslehrgang oder Zertifikatskurs begonnen haben, waren zu einem feierlichen Eröffnungsempfang geladen. Rektor Heinz W. Engl, Vizerektorin Christa Schnabl und Nino Tomaschek, Leiter des Postgraduate Center, konnten dieses Jahr eine neue Rekordzahl von Gästen begrüßen, unter ihnen auch zahlreiche Programmverantwortliche, Lehrende und KooperationspartnerInnen.

Die Veranstaltung im Foto- und Nachbericht

Mag. Markus Horvath, Marion Gruber-Hörmann, BA, Mag. Lea Strasser, Mag. Lisa Riedel und Mag. Bettina Gegenbauer mit Program Manager Markus Holzweber.

IT-LAW.AT-Symposium 2018 am 22. November

Am 22. November fand ab 14 Uhr das IT-LAW.AT-Symposium 2018 statt. Das Thema der von der wissenschaftlichen Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT ausgerichteten Veranstaltung lautete "AI as Pandorra's Box?!" und widmete sich der künstlichen Intelligenz in Praxis und Recht.

Erfolgreiche Vorschläge zur Krebstherapie durch lernende Software, Tools zur automatisierten Preisberechnung bzw Bonitätsbeurteilung im Webshop, kreative, sich laufend weiterentwickelnde Apps, Lügendetektoren per Bild- und Spracherkennung, autonome Fahrzeuge und Kampfroboter … Artificial Intelligence (AI) ist in unserem Alltag angekommen. Ob als Segen oder Fluch ist nicht absehbar. Jedenfalls haben Elon Musk von TESLA® und eine Gruppe von 116 Experten aus 26 Ländern bereits die UNO aufgerufen, den Einsatz autonomer Waffensysteme zu verbieten, weil die damit zusammenhängenden Gefahren nicht abgeschätzt werden können.


Privacy Ring am 23. November

Von 9 Uhr bis 12 Uhr wurde in der Skylounge der Universität Wien (Oskar Morgensternplatz 1, 1090 Wien) der Privacy Ring 2018 zu grenzüberschreitenden Fragen des Datenschutzes abgehalten.

 

 

Judith Leschanz und Iris Phan mit Matthias Schmidl. - Foto: Katja Wyrobek

Das Podium. - Foto: Katja Wyrobek

Blick in das Autitorium. - Foto: Katja Wyrobek

Johannes Nehlsen, Michael Valersi, Barbara Schmidt-Bridge, Judith Leschanz, Iris Phan, Mathias Schmidl und Roland Marko. - Foto: Katja Wyrobek

Podiumsdiskussion zu eEvidence am 23. November

Zum Thema "Quo vadis eEvidence? Aktuelle Entwicklungen zum Datenaustausch für die europaweite Verfolgung und Bekämpfung schwerer Kriminalität" wurde am 23. November der Sky Lounge am Oskar-Morgenstern-Platz diskutiert. 
 
Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó konnte am Podium Lani Cosette (Director, EU Government Affairs, Microsoft Brussels), Christian Pilnacek (Generalsekretär, Bundesministerium für Verfassung, Reform, Deregulierung und Justiz), Emily Johnson (Research Associate on eEvidence, Universität Wien) und Mathias Preuschl (RA und Partner, PHH Rechtsanwälte) begrüßen.

Christian Pilnacek präsentierte das Thema aus Sicht des Gesetzgebungsprozesses. Lani Cossette gab Einblicke in praktische Probleme und Herausforderungen die sich bei Microsoft in diesem Zusammenhang stellen. Emily Johnson stellte die rechtliche Recherche der Universität Wien beim eEvidence2 Projekt und die sich ergebenden rechtlichen Herausforderungen.

Die Veranstaltung wurde von der wissenschaftlichen Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT, dem Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht, dem Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht und Microsoft organisiert.


Podiumsdiskussion zu "Legal and Regulatory Challenges for Autonomous Driving" am 24. September

Die wissenschaftliche Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT, das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht, der Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht und Squire Patton Boggs lud am 24. September in das Dachgeschoß des Juridicums. 

Zum Thema "Legal and Regulatory Challenges for Autonomous Driving" diskutierten mit Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó:

• Mag. Julian Pehm (Austrian Academy of Sciences, Institute for European Tort Law)
• Mag. Marleen Roubik (Austrian Ministry for Transport, Innovation and Technology – BMVIT)
• Monika Kuschewsky, Rechtsanwältin, LL.M. (Squire Patton Boggs)
• Mag. Christian Jaksch, LL.M. (Group Data Protection Volkswagen AG; PhD Student University of Vienna, Mitglied von IT-LAW.AT)
• Joanna Szychowska (European Commission, DG for Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs)

Einen ausführlichen Nachbericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Blick vom Podium - Foto: Markus Holzweber

Das voll ausgelastete Dachgeschoß - Foto: Markus Holzweber

Joanna Szychowska (European Commission) - Foto: Markus Holzweber

Ein "Seitenblick" - Foto: Markus Holzweber

Buchneuerscheinung: Legal Tech Rechtsgrundlagen Österreich & EU

Legal Tech wird die Arbeit aller Juristinnen und Juristen in den kommenden Jahren weiter verändern. Auf dem Weg zur Digitalisierung der Anwaltsbranche und sonstiger rechtlicher Berufe bringt Legal Tech, verstanden als die Digitalisierung rechtlicher Arbeit, viele rechtliche Herausforderungen mit sich.

Die vorliegende Legal Tech Rechtsgrundlagen-Sammlung dient all jenen als Orientierung, die sich in der beruflichen Praxis oder im Studium mit Legal Tech auseinandersetzen möchten. Sie bietet Rechtsanwaltskanzleien, Legal Tech Startups, der Wissenschaft und der öffentlichen Hand eine rechtliche Verortung der wichtigsten Themenfelder, die bei innovativen juristischen IT-Projekten von Interesse sind. In diese vier zentralen Bereiche wird jeweils mit einer kurzen Übersicht einschließlich der relevanten Fragestellungen eingeführt. Zugleich ist es ein Nachschlagewerk für Einsteiger in die Materie und für Studierende der Rechtswissenschaften, die Legal Tech für sich zu entdecken beginnen.

Legal Tech Rechtsgrundlagen Österreich & EU 

Nikolaus Forgó, Veronika Haberler

ISBN: 978-3-99071-019-7
Auflage: 1. Auflage
525 Seiten

https://www.facultas.at/list/9783990710197


LL.M.-Abschlussfeier

Am 8. Juni fand im kleinen Festsaal der Universität Wien die gemeinsame Abschlussfeier der Universitätslehrgänge „Informations- und Medienrecht“, „Steuerrecht und Rechnungswesen“ und „Wohn- und Immobilienrecht“ statt.

Die Vizestudienpräses der Universität Wien, Priv.-Doz. MMag. DDr. Julia Wippersberg, begrüßte die AbsolventInnen der drei Universitätslehrgänge und zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen ist, eine lehrgangsübergreifende Feier zu organisieren.

In der Festansprache wies Univ.-Prof. Dr. Franz Stefan Meissel, Vizedekan und Studienprogrammleiter, auf die Bedeutung der Universitätslehrgänge für die Rechtswissenschaftliche Fakultät hin. Neben den Grundlagen, die im Diplomstudium gelehrt werden, weisen die Universitätslehrgänge einen hohen Praxisbezug auf. Meissel dankte im Namen der Fakultät den Lehrgangsleitern, den Professoren Forgó, Kirchmayr-Schliesselberger und Ofner, sowie den jeweiligen Program Managern für ihre Tätigkeit.

Im Arkadenhof der Universität Wien konnten sich die neuen „Master of Laws“ lehrgangsübergreifend bei einem Glas Sekt vernetzen.

Die AbsolventInnen mit Vizestudienpräses Julia Wippersberg, Vizedekan Franz Steffan Meissel und Lehrgangsleiter Helmut Ofner - Foto: Robert Harson

Program Manager Markus Holzweber mit den Absolventinnen Claudia Gabauer, Angelika Gottweis, Belma Abazagic, Elvira Schmid und Philipp Mittelberger (v.l.n.r) - Foto: Robert Harson

Podiumsdiskussion am 3. Mai zu Legal Tech & die Zukunft der anwaltlichen Rechtsberatung

 "Legal Tech und die Zukunft der anwaltlichen Rechtsberatung" lautete der Titel der Podiumsdiskussion, zu der Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó zahlreiche interessierte Personen im Palais Trautson begrüßen durfte.

In einem Impulsvortrag stellte RA Michael Friedmann seine Visionen und seine Firma QNC GmbH vor. Hinter dem schlichten Firmennahmen verbirgt sich der Betreiber innovativer juristischer Rechtsportale, darunter https://www.frag-einen-anwalt.de/. Mit diesen Plattformen ("123recht.net" wurde 2000 gegründet, 2004 folgte die Seite "frag-einen-anwalt.de") ist er Legal Tech-Pionier der ersten Stunde und beeinflusst seit 18 Jahren die Rechtsberatung im Internet mit. Die Portale nutzen in einem hohen Ausmaß jene Personen, die bislang überhaupt keinen Zugang zum "analogen" Recht in Form der anwaltlichen Berufe hatten und mit ihren Rechtsfragen weitgehend alleine waren. Friedmann betonte, dass es in Zukunft Assistenzsysteme für die Unterstützung des Juristen brauche. Gerade bei großen Datenmengen bedarf es dieser Unterstützung umso mehr. Künstliche Intelligenz könne aber niemals eine empathische Funktion einnehmen, sodass sich Rechtsanwälte wieder mehr auf ihre Auftraggeber - ihre Mandanten - konzentrieren können.

Präsident Dr. Rupert Wolff (ÖRAK) schloss daran an und verwies auf die Erfolge der Digitalisierung in den unterschiedlichsten Bereichen und hob Justiz 3.0, den elektronischen Akt und das Rechtsinformationssystem des Bundes hervor. Er betonte, dass man keine Angst haben dürfte vor Innovation und vor den neuen technischen Möglichkteiten.

Dr. Alric Ofenheimer (Eisenberger & Herzog) und Mag. Sophie Martinetz (Future-Law) waren sich einig: die Mandanten erwarten eine schnelle, rasche und effektive Betreuung - hier seinen in der Zukunft Personen mit Rechts- und IT-Kenntnissen gefordert. Am Ende des Tages braucht es dafür ausgebildete und spezialisierte Personen.

Die Veranstaltung, die vom Absolventenverein IT-LAW, dem Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht und dem Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht am Donnerstag, 3. Mai 2018 abgehalten wurde, war kostenfrei und öffentlich zugänglich.

Der große Festsaal - Foto: Markus Holzweber

Infomaterial - Foto: Markus Holzweber

Michael Friedmann - Foto: Markus Holzweber

Rupert Wolff - Foto: Markus Holzweber

Blick auf das Podium - Foto: Markus Holzweber

Das Auditorium - Foto: Markus Holzweber

Podiumsdiskussion am 18. Mai zur E-Privacy Regulierung

Das Thema “E-Privacy Regulation: legal principles and their possible impact on European economies” stellte den Rahmen für eine Veranstaltung am 18. Mai 2018 dar. Luca Bolognini (Instituto Italiano per la Privacy) stellte im Dachgeschoß des Juridicums eine Studie vor, die sich der E-Privacy-Verordnung widmete und diese auch mit der Datenschutzgrundverordnung verglich. Dabei wies er auf einige unklare Punkte hin.

Mit ihm diskutierten Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó und Univ.-Prof. Dr. Christine Zulehner (Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Wien). Schlagworte wie "Alltagstauglichkeit", "Zustimmungserfordernis", "Wirtschaftlichkeit" und "Überregulierung" dominierten die abschließende Runde mit dem Auditorium.

Foto: Markus Holzweber

Foto: Markus Holzweber

AK Broschüre "Ultra-super-schnelles mobiles Internet"

Die Masterthese von Mag. Belma Abazagic zum Thema "Netzneutralität und Informationen über Verkehrsmanagementmaßnahmen sowie Breitbandgeschwindigkeiten im  Lichte  der  BEREC-Guidelines" war Grundlage des rechtlichen Teiles der AK-Broschüre "Ultra-super-schnelles mobiles Internet - Werbung und Wirklichkeit im Nutzeralltag": https://media.arbeiterkammer.at/wien/PDF/Mobiles_Internet_2018.pdf


Von staatlicher Souveränität, grenzenlosen Datenflüssen und einem Clash of Legal Cultures: der Microsoft Warrant Case und seine Implikationen

Der "Microsoft Warrant Case" geht in das Jahr 2013 zurück. Ein New Yorker Bezirksrichter hatte damals einen Durchsuchungsbefehl für ein E-Mail-Konto eines Verdächtigen in einem Drogendelikt vorgelegt. Microsoft verweigerte die Herausgabe der E-Mails, da diese auf einen Server in Irland gespeichert waren. Nach jahrelangem Rechtsstreit liegt der Fall nun beim Supreme Court. Auch das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht, https://www.it-law.at/ und der Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht widmeten sich am 12. Jänner diesem Thema.

Cornelia Kutterer (Microsoft Brüssel) stellte in ihrer Key-note den Standpunkt von Microsoft dar und betonte die Schwierigkeiten in diesem grenzüberschreitenden Fall. Für Ursula Kriebaum (Universität Wien) ist die grundsätzliche Problemstellung nicht neu, vom Standpunkt des Völkerrechts ist ein solcher direkter Zugriff nicht möglich. Dietmar Jahnel (Universität Salzburg) stellte den Sachverhalt im Lichte des Datenschutzrechtes und im Speziellen der DS-GVO dar und verneinte ebenso eine Zugriffsmöglichkeit auf europäische Daten. Maximilian Schrems (noby) verwies darauf, dass Staaten immer wieder bei Angehörigen von Drittstaaten  Interventionen vornehmen, die bei eigenen Staatsangehörigen gegen Grundrechte verstoßen würden. Gerald Otto (bkp) wies auf gesellschaftsrechtliche Möglichkeiten hin. Gemeinsam mit Michael Seitlinger (A1 Telekom) war man sich einig, dass es einer Lösung bedarf. Eine solche darf jedoch nicht derart gestaltet sein, dass man von beiden Seiten mit Strafdrohungen konfrontiert werde und sich jenem Staat, der die höheren Strafen verhängt, beugen wird müssen. Schließlich gibt es zwischen den USA und Europa starke wirtschaftliche Verflechtungen und somit auch ein Interesse an einer Lösung dieser Rechtsfrage.

In der Diskussion unter der Leitung von Nikolaus Forgó (Universität Wien) wurde der Bogen von Spam-Fragen über die grundsätzliche Beziehung von Recht und Technik hin zu einer Fokussierung auf den russischen bzw. chinesischen Raum gespannt.

 

 

Das Podium (Forgó, Kutterer, Kriebaum, Jahnel, Schrems, Otto, Seitlinger v.l.n.r.), Foto: Markus Holzweber

Cornelia Kutterer (Microsoft Brüssel), Foto: Markus Holzweber

Auditorium, Foto: Markus Holzweber

Auditorium, Foto: Markus Holzweber

Future-Law: Zum Nachhören...

Die Diskussion mit Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó, dem Vortragenden Dr. Bertram Burtscher und der Absolventin Mag. Daniela Feuersinger, LL.M. zum Thema "Wird der Jurist obsolet" ist noch zum "Nachhören": http://future-law.at/portfolio-item/nikolaus-forgo/


Podiumsdiskussion: Legal Tech Start-ups

Unter der Moderation von Professor Nikolaus Forgó, Leiter des Universitätslehrgangs "Informations- und Medienrecht", wurde im Dachgeschoß des Juridicums am 11. Dezember eifrig über „Legal Tech Start-ups“ diskutiert.

Franziska K. Lehner stellte die Initiative „Legal Tech Initiative Austria eV“ und deren Angebote vor. "Legal Technology" unterstützt juristische Arbeitsprozesse durch eine automationsunterstützte Herangehensweise. Ziel der Initiative sei es, das Bewusstsein zur technische Innovationen zu erhöhen und die Entwicklungen in diesem Bereich positiv voranzutreiben.

Über Potentiale, Besonderheiten und Risiken von Start-ups sprach Markus Raunig (AustrianStartups). In Österreich gibt es ca. 2000 bis 3000 Start-ups, die Hälfte davon in Wien. Da rund 90 Prozent der Gründer männlich sind, motivierte Raunig besonders das weibliche Publikum zu Gründungen. Zudem verdeutlichte er die Schnelligkeit des technologischen Wandels: Brauchte das Telefon im Jahr 1876 etwa 75 Jahre um 100 Millionen Benutzer zu erlangen, erreichte dies "Pokemon go" im Jahr 2016 in nur drei Monaten.

Gernot Fritz (Freshfields Bruckhaus Deringer) berichtete über rechtliche Entwicklungen und Rahmenbedingungen. Er stellte die Entwicklungen in seiner Kanzlei vor: Dort wird beispielsweise die Software KIRA zur Vertragsanalyse eingesetzt. Diese Software muss trainiert werden - Fritz verglich dies mit der Entwicklung eines Kleinkindes.

Axel Anderl (Dorda Rechtsanwälte GmbH) stellte die kritische Frage, ob die MitarbeiterInnen von Kanzleien für Legal Technology denn bereit seien. Denn "Muster" (sowohl analog als auch digital) würden MitarbeiterInnen dazu verleiten, diese zu übernehmen und nicht mehr zu hinterfragen.

Ein erfolgreiches Start-up stellte Veronika Haberler vor: "LeReTo". Es handelt sich um ein Online-Tool, das Urteile und Schriftsätze auf zitierte juristische Quellen durchsucht und abfragen kann.

Die Veranstaltung wurde ausgerichtet von der Legal Tech Initiative Austria eV, der Wissenschaftlichen Interessensgemeinschaft IT-LAW.AT, dem Universitätslehrgangs für Informations- und Medienrecht und dem Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht.

Foto: Markus Holzweber

Foto: Markus Holzweber

Legal Startup Day 2017

Die Digitalisierung bringt große Veränderungen, auch im Recht. Diese Veränderungen bieten große Chancen, gerade auch für Juristinnen und Juristen, die offen sind für neue Ideen, neue Geschäftsmodelle und neue Formen des juristischen Arbeitens.

Am 7. November fand der erste Legal Startup Day 2017 gleichzeitig an zwei Orten – in Wien und Hannover – statt, um diese Chancen näher zu erkunden und um die zu vernetzen, die sie schon aktiv nutzen. Das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht der Universität Wien, das Institut für Rechtsinformatik der Leibniz Universität Hannover, die Wissenschaftliche Interessensgemeinschaft it-law.at, die Rechtsanwaltskanzlei Geistwert und der  Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht der Universität Wien ermöglichten gemeinsam dieses Event mit Dutzenden Expertinnen und Experten an beiden Standorten.

Wie können juristische Dienstleistungen attraktiver und effizienter angeboten werden? Wie kann der Zugang zum Recht erleichtert werden? Welcher Teil der juristischen Arbeit kann besser durch Computer erledigt werden, damit der Mensch mehr Zeit für die wichtigen Probleme hat? Und: Welche rechtlichen Arbeitsfelder entstehen durch Startups neu? Das waren die wichtigsten Fragen, die an beiden Orten durch eine Vielzahl von 15-minütigen Impulsstatements behandelt wurden.

„Wir fühlen uns durch den Erfolg der Veranstaltung sehr bestärkt, den Bereich Legal Startups am Juridicum weiter zu beobachten, aber vor allem auch zu fördern“, sagte Nikolaus Forgó, der das Event in Wien moderierte, und fügt hinzu: „Es gibt eine Vielzahl interessanter Initiativen in Wien, die international wettbewerbsfähig sind, die wir vernetzen und von denen wir lernen können“. Ioannis Reviolidis, der in Hannover verantwortlich war, ergänzt: „Der Austausch zwischen Hannover und Wien ist sehr gut gelaufen. Es war äußerst inspirierend, die Start Up Ideen aus Wien zu hören und Feedback von Wien über die Präsentationen in Hannover zu bekommen. Hannover mit all seinen Digitalisierungsschwerpunkten ist hier ein idealer Partner.“

Einige Highlights: Ingrid Kelly von der Universität Wien stellte Fördermöglichkeiten für studentische Startups vor, die Kanzlei Geistwert näherte sich dem rechtlichen „Glatteis“ für Startups, Natalie Löblich gab einen Überblick über den A1 Start UP Campus und Markus Raunig führte in das Österreichische Startup Ecosystem (www.austrianstartups.com/) ein.

Franziska Lehner betonte die Bedeutung für Legal Tech für die rechtlichen Berufe der Zukunft. Sophie Martinetz gab Einblicke in die Entwicklung der Anwaltei. Basierend auf einer Studie zeigte sie Möglichkeiten und Erwartungen der Juristinnen und Juristen an den Anwaltsberuf im Jahr 2035 auf. Veronika Haberler brachte mit LeRETo (www.lereto.at) einen neuen Ansatz in der juristischen Quellenrecherche mit ein: eine automationsunterstützte Hilfestellung in der Analyse von Texten und somit ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem papierlosem Büro, das Christof Strasser in seiner Anwaltskanzlei schon realisiert hat. Hellmar Adler und Alexander Skribe zeigten mit Ihren Plattformen (www.fairplane.de bzw. www.jaasper.com ), wie Informationstechnologie bei der Bearbeitung von Großfällen eingesetzt wird. Aus Hannover wurden weitere Impulse zB durch Micha Friedmann von www.frag-einen-anwalt.de oder Dennis Jlussi geliefert, der über seine Erfahrungen als Mitgründer und General Counsel von www.researchgate.net berichtete.  Ob sich das gedruckte Buch oder die elektronische Datenbank in der juristischen Ausbildung durchsetzen wird oder ob es eine Koexistenz geben wird – diesen Fragen widmete sich Ernst Grabovszki (www.danzigunfried.com/). Welche Zukunft das Lernen über Karteikarten für Juristinnen und Juristen haben kann, demonstrierte Markus Zehentner mit seiner Lösung www.link2brain.at .

Die Veranstaltung wird fortgeführt. Erste Gespräche zu Format und Zeitpunkt laufen schon. Interessierte sind jederzeit willkommen.

 

 

Legal Startup Day 2017 - Foto: Markus Holzweber

Legal Startup Day 2017 - Foto: Markus Holzweber

Legal Startup Day 2017 - Foto: Markus Holzweber

Legal Startup Day 2017 - Foto: Markus Holzweber

Legal Startup Day 2017 - Foto: Markus Holzweber

Legal Startup Day 2017 - Foto: Markus Holzweber

Buchneuerscheinung

In der Reihe Informations- und Medienrecht erschien im Verlag Danzig & Unfried der Band 5. Manuel Reiter beschäftigt sich darin mit "Smart Government" und beschreibt Konzepte der Verwaltung 4.0 in der Wiener Landesverwaltung: http://www.danzigunfried.com/


Die Digitalisierung als große Chance

Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Nikolaus Forgó auf der Jus Success:  http://karrierenews.diepresse.com/home/karrieretrends/5313945/Die-Digitalisierung-als-grosse-Chance

Die Podiumsdiskussion zum Thema "LegalTech: Ersetzt der Computer bald den/die KonzipientIn?"- Foto: Markus Holzweber

Nikolaus Forgó: Professor an der Universität Wien

Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó übernimmt ab Oktober 2017 die Professorur für Technologie- und Immaterialgüterrecht an der Universität Wien.

Informationen: http://www.juridicum.at/news-events/news-detailansicht/news/univ-prof-dr-nikolaus-forgo/


Privacy Shield ... unter Trump

Die Leibniz Universität IT Services (LUIS) und die Universität Wien (Universitätslehrgang für Informations- und Medienrecht) veranstalten mit Unterstützung des Vereins Privacyofficers.at am 27. September 2017 die die Veranstaltung "Privacy Shield ... unter Trump" . In Vertretung von Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó begrüßte Markus Holzweber die Teilnehmer am Campus der Universität Wien. Iris Phan und Judith Leschanz moderierten die in der Form "Pub 'n Pod" (Publikum und Podium) abgehaltene Veranstaltung.

 

 

 

Iris Phan (Leibniz Universität IT Services), Max Schrems (Jurist und Datenschutzaktivist), Philipp Mittelberger (Datenschutzbeauftragter Fürstentum Liechtenstein), Barbara Thiel (Vorsitzende der Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder - DSK), Matthias Schmidl (Datenschutzbehörde Wien), Natalie Ségur- Cabanac (Hutchison Drei Austria GmbH), Judith Leschanz (A1 Telekom Austria AG), Foto: Markus Holzweber

Weiterbildung erhöht Berufschancen

Eine Studie des Forschungsinstituts FORBA, die non der Arbeiterkammer Wien und dem AMS Wien in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass Weiterbildung die Berufschancen deutlich erhöht und ein wichtiger Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung ist.

Informationen: https://wien.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/bildung/Weiterbildung_verbessert_Berufschancen_deutlich.html

Zur Kurzfassung der Studie: https://media.arbeiterkammer.at/wien/PDF/studien/bildung/FORBA_Studie_Kurzfassung_U.Papouschek_2017.pdf


Interview mit Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó

Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó spricht im "Standard" über das postfaktische Zeitalter, die Überwachung und über problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News. Im Rahmen der Sommerhochschule der Universität Wien, die vom 2. bis 4. August in Strobl stattfindet, widmet er sich auch dem Thema "Die Vierte Gewalt? – Medien, Wirtschaft und Politik".das postfaktische Zeitalter, Überwachung und problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News - derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebensdas postfaktische Zeitalter, Überwachung und problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News - derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebensdas postfaktische Zeitalter, Überwachung und problematische Gesetze gegen Hasspostings und Fake News - derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebens

Zum Interview: http://derstandard.at/2000061901141/Filterblasen-sind-wahrscheinlich-Voraussetzung-unseres-Ueberlebens



IT-Law Fußballturnier

Am 19. Mai fand im Sportcenter Donaucity das 26. IT-LAW.AT-Fußballturnier statt. Die Mannschaft von IT-LAW.AT belegte trotz oder wegen der Unterstützung des Program Managers des Lehrgangs den 15. Platz, Sieger wurde Freshfields.


Auffrischungsseminar in Spitz an der Donau!

Bei strahlendem Sonnenschein und der einsetzenden Marillenblüte versammelten sich Absolventinnen und Absolventen des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht in der Wachau zu einem Auffrischungsseminar. Dieses wird seit dem ersten Durchgang 1999/2000 alle zwei Jahre in Spitz an der Donau abgehalten. Dabei informieren die Vortragenden über die wesentlichsten Neuerungen und jüngste Rechtsprechung im Medienrecht, Telekommunikationsrecht, Urheberrecht und Datenschutzrecht.

Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó konnte mit den Referenten und Teilnehmern verschiedene Fragen diskutieren: Im Telekommunikationsrecht etwa die juristischen Feinheiten bei der Abschaffung der Roaminggebühren in der EU, im Medienrecht die Schwierigkeiten bei der Verfolgung beleidigender Postings im Internet, im Datenschutzrecht die Neuregelungen der Datenschutzgrundverordnung, im Urheberrecht die Vorgangsweise bei der Prüfung von Plagiaten. Zentraler Tenor der zweitägigen Veranstaltung: die Arbeit geht den Juristen nicht aus!

Foto: Markus Holzweber

Foto: Markus Holzweber

Alumni-Publikationen

Der Verlag "danzig & unfried" bietet Studierenden des Universitätslehrgangs "Informations- und Medienrecht" die Möglichkeiten, Masterthesen in Buchform zu veröffentlichen. Diese werden somit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die ersten Thesen wurden bereits gedruckt.

  • Elisabeth Kirschner analysiert den rechtlichen Rahmen von Open Government Data in Österreich und widmet sich auf europäischer Ebene in besonderer Weise der PSI-Richtlinie und der INSPIRE-Richtlinie.
  • Manuel Reiter beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für den Zugang zu barrierefreien Websites und skizziert den Weg in eine barrierefreie, elektronisch zugängliche Verwaltung.
  • Franz Lippe geht der Frage nach, welche Verpflichtungen der Betreiber eines Online-Forums gegenüber einer Person hat, die von einem Posting in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt wurde?

Informationen finden Sie auf der Verlagshomepage:

http://www.danzigunfried.com/publishing/produkt-kategorie/rechtswissenschaft/


Kurzkommentar EU-DSGVO erschienen

Die im Mai 2018 in Geltung tretende Datenschutz-Grundverordnung der EU (EU-DSGVO) regelt das gesamte Datenschutzrecht in der Europäischen Union neu.

Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó und Rechtsanwalt Lukas Feiler und haben den ersten österreichischen Kommentar zur Datenschutz-Grundverordnung verfasst. „Für Unternehmen ist es wesentlich, sich frühzeitig mit den neuen Vorschriften auseinanderzusetzen und bereits im Übergangszeitraum die Implementierung vorzubereiten“, erklärt Lukas Feiler die Motivation hinter dem Buch.

Das Werk bietet auf seinen 420 Seiten nicht nur eine Kommentierung sämtlicher Bestimmungen. Eine vorangestellte Praxiseinführung beantwortet zentrale Fragen wie: Welche Maßnahmen sollten Sie schon jetzt ergreifen? Brauchen Sie einen Datenschutzbeauftragten? Welche Strafen drohen Ihnen?

Jan Philipp Albrecht, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vortragender im Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht, hat das Vorwort zu diesem Kommentar verfasst: „Der vorliegende Kurzkommentar stellt eine hervorragende Möglichkeit dar, sich in den künftig EU-weit unmittelbar geltenden Datenschutzbestimmungen der DSGVO zu orientieren und eine erste rechtliche Einordnung der Bestimmungen zu erhalten.“



Abschlussfeier

Am 21. Dezember veranstaltete der Universitätslehrgang noch eine vorweihnachtliche Abschlussfeier für die Absolventen des Universitätslehrgangs. In Vertretung von Vizerektorin Christa Schnabl führte Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó durch das Programm und überreichte gemeinsam mit Program Manager Markus Holzweber die Rollen mit den Urkunden.

Wir gratulieren den frischgebackenen "LL.M.s" zu Ihrem Abschluss und wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch!

 

 

Dr. Markus Holzweber, Mag. Walter Korschelt, LL.M., Mag. Christian Jaksch, LL.M., Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó, Dr. Elisabeth Kirschner, LL.M., Mag. Matthias Brandstötter, LL.M. (Foto: Robert Harson)

15 Jahre IT-LAW.AT: Wir gratulieren!

Foto: IT-LAW.AT

Rund 70 Mitglieder und zahlreiche Ehrengäste feierten am 29. September mit IT-LAW.AT im Novomatic Forum das 15-jährige Bestehen des Vereins. Michael Seitlinger und Nikolaus Forgo, Lehrgangsleiter des Masterprogramms "Informations- und Medienrecht" begrüßten die Gäste, unter ihnen führende FachexpertInnen wie Waltraud Kotschy, Wolfgang Feiel, Dietmar Jahnel, Hans Peter Lehofer und Wolfgang Pichler.

IT-LAW.AT wurde im September 2001 von einigen AbsolventInnen des Universitätslehrgangs gegründet. Wir gratulieren herzlich!!

Hier geht's zum Fotonachbericht: www.it-law.at/15-jahre-law-ein-wuerdiges-fest/


Cybersicherheit und Juristen

Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó rät Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu sensibilisieren: http://karrierenews.diepresse.com/home/karrieretrends/5007335/Cybersicherheit_Juristen-sind-gefragt


Buchbeitrag zu den Anfängen des EDV-Einsatzes in der Sozialversicherung

Der Computer veränderte innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeit ein jahrhundertelang gepflegtes und eingespieltes System in der öffentlichen Verwaltung. Wie der Computer von der österreichischen Sozialversicherung nutzbar gemacht wurde und welche Fragestellungen sich im Zuge der frühen Auseinandersetzung mit neuen technischen Möglichkeiten ergeben haben, zeigen Nikolaus Forgò und Markus Holzweber im Beitrag "Zu den Anfängen des EDV-Einsatzes in der Sozialversicherung". Dieser ist in der Festschrift für Josef Souhrada (Elektronische Schnittstellen in der Staatsorganisation) erschienen.

In ihrem historischen Überblick zeigen sie, dass die aktuellen Überlegungen zur Finanzierung des Sozialsystems über eine "Maschinensteuer" schon in einer Dissertation an der Hochschule für Welthandel 1946 vorgeschlagen wurden.

Die Sozialversicherungen haben früh die Möglichkeiten des Computereinsatzes ausgelotet und haben in vielen Bereichen Pionierleistung erbracht, die heute noch Bedeutung haben, wie etwa die Sozialversicherungsnummer oder die Dokumentation des Sozialversicherungsrechts.

Aber: was möglich war, war nicht immer rentabel; was denkbar oder sprachlich ausdrückbar war, war nicht immer programmierbar. Gleichwohl war eine Entwicklung begonnen, deren Auswirkungen sich bis heute, von E-Card bis ELGA, fortsetzt.


Forschungsprojekt GIRO

Der Beitrag basiert auf den Erkenntnissen, die die Autoren im Forschungsprojekt "GIRO - Eine Geschichte der Informatisierung des Rechts in Österreich" von 2008 bis 2011 gewonnen haben. Darin wurde der EDV-Einsatz im österreichischen Rechtssystem aus historischer, rechtswissenschaftlicher und philosophischer Perspektive aufgearbeitet. Der Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank hat dieses als eines von sechs geisteswissenschaftlichen Projekten genehmigt.


Informationen zum Buch
Beate Glück, Friedrich Lachmayer, Günther Schefbeck, Erich Schweighofer (Hrsg): Elektronische Schnittstellen in der Staatsorganisation - Festschrift zum 60. Geburtstag von Josef Souhrada, Books@OCG, ISBN 978-3-903035-03-4


Waff-Förderung

Der Wiener Arbeitnehmer/-innen Förderungsfonds unterstützt mit dem Weiterbildungstausender Weiterbildungsmaßnahmen Wiener Arbeitnehmer/-innen. Wenn das Einkommen unter 1.800 Euro beträgt, werden Kurskosten mit 50 Prozent bis maximal 2.000 Euro gefördert. Wichtig ist, dass eine Antragstellung persönlich vor Kursanmeldung erfolgt.

Informationen unter 01 217 48 - 555

Zu den Fördervoraussetzungen


IKT-Newsletter online

Der neue Newsletter der IKT-Strategie des Bundes ist auf der Webseite der Plattform Digitales Österreich (im Bereich Services) verfügbar.


Skriptum von Prof. Hoeren

Die aktuellen Skripten Internet-Recht, IT-Recht sowie IT-Vertragsrecht  von Prof. Thomas Hoeren finden Sie auf der Website der Universität Münster.