Familienunternehmen und Vermögensplanung LL.M.

Die Familie (im weitesten Sinn) als Grundlage der Gesellschaft birgt vielfältige rechtliche Aspekte in sich. Eine vorausschauende Vermögensplanung, die einer langfristigen Sicherung des Vermögens innerhalb der Familie dient, gewinnt in Zeiten von Internationalisierung und Globalisierung zunehmend an Bedeutung. Dies gilt vor allem, wenn größere Vermögen vorhanden sind, besonders bei Familienunternehmen und Unternehmensbeteiligungen.

Fundament der Unternehmenslandschaft in Österreich sind die zahlreichen Familienunternehmen. 90 % aller Unternehmen in Österreich fallen in diese Kategorie.

Aufgrund der sich überlappenden und ergänzenden Sphären Familie – Unternehmen – Vermögen müssen sich Familien und Familienunternehmen besonderen Herausforderungen stellen und können dabei aber auch wesentliche Vorteile nutzen.

Angesichts der allein im Zeitraum zwischen 2014 und 2023 in rund 45.700 kleinen und mittleren Betrieben anstehenden Unternehmensübergaben rücken Fragen der Strukturierung von Eigentums- und Unternehmensverhältnissen sowie der Nachfolgeplanung verstärkt in den Vordergrund. Damit einher gehen sowohl bei der familieninternen, als auch –externen Nachfolgeplanung vielfältige und komplexe rechtliche Aspekte.

Shortfacts

Abschluss
Master of Laws (LL.M.)
Dauer
3 Semester berufsbegleitend (ca. 7 Wochenenden pro Semester, je Freitag und Samstag ganztags)
Umfang
60 ECTS, 7 Module
Sprache
Deutsch
Kosten
EUR 15.000,-
Start
Oktober 2020 (Beginn alle zwei Jahre)
E-Mail

 Der Universitätslehrgang

5 Fragen zum Universitätslehrgang "Familienunternehmen und Vermögensplanung (LL.M.)"


Unser aktueller Studiengang (2018-2020)

Foto: Anna Exinger

 

Rückblick: Unternehmergespräch mit Dr. Maximilian Gruber am 14.06.2019 auf der Uni Wien

 

Das Schwierigste im Leben ist Veränderung, das hat auch Dr. Maximilian Gruber – Gast des Kamingespräches am 14.06.2019 am eigenen Leib erfahren. Als promovierter Jurist und Betriebswirtschaftler kann Dr. Gruber eine ungewöhnliche Karriere vorweisen. Er war Unternehmensberater und Investmentbanker, ist Drehbuchautor, Regisseur, Musiker, national und international tätig, mehrmals mit Preisen ausgezeichnet – ein Multitalent. Er sagt von sich selbst: "Ich bin kein Banker, der Autor und Regisseur wurde, sondern Autor und Regisseur, der einmal Banker war." Grubers Leben zeigt interessante Parallelen zwischen Jus und Filmbranche auf.

 

Nach seinem Jus-Abschluss studierte Gruber Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Wien, den USA und Frankreich. Danach folgte eine Regie-, Autoren- und Schauspielausbildung an der USC Film School in Los Angeles. In diesem Berufsfeld ist er auch geblieben. Ob er von seiner juristischen Erfahrung profitiert? Auf jeden Fall! Zum Beispiel beim bewussten Umgang mit der Sprache sind sich diese auf den ersten Blick total verschiedene Disziplinen ganz ähnlich. Laut Maximilian Gruber sollte man eine umfangreiche Ausbildung haben um sich in einem Berufsfeld erfolgreich zu etablieren. Irgendwann, irgendwo im Leben sollte eine Tiefe durchgedrungen sein. Gründlichkeit und Sorgfalt wirken dabei bestimmt unterstützend.

 

Als ausgebildeter Jurist ist man in der kreativen Branche ein Außenseiter, man hat einfach eine andere Sozialisierung. Aber wie vielen Milieus kann man gehören? „Manchmal verschweigt man, was man vorher gemacht hat“ so Gruber. Die Veränderung erscheint für ihn das Schwierigste im Leben zu sein. Das juristische systematische Vorgehen hat ihm bei seiner Veränderung geholfen und auch um sich selbst die zentralen Fragen des Lebens zu beantworten „Wo lebe ich?“, „Wo gehöre ich hin?“, „Was für einen Beruf übe ich aus?“. Der schönste Moment für Gruber als Filmemacher ist dann, wenn ein Schauspieler sein Drehbuch in die Hand nimmt. Bei den juristischen Texten ist es eigentlich ähnlich.

 

Der Weg der Veränderung ist laut Maximilian Gruber nicht einfach und man muss viele Kompromisse machen um dem Ideal näher zu stehen. Jede erste Textfassung ist eine entfernte Annäherung an die finale Version. In der Kreativbranche macht man die Dinge nicht für sich selbst. Es ist die große Kunst Menschen zu erreichen und ihnen anzubieten, was Freude macht. Gruber glaubt an harte Arbeit, aber nicht, dass sie unbedingt belohnt wird. „Ich glaube an völlige Unberechenbarkeit der menschlichen Gabe“ betont er zum Schluss. Wir bedanken uns herzlich für dieses hochspannende Gespräch!

 

 

Diese Veranstaltung wurde exklusiv im Rahmen des postgradualen Universitätslehrgangs „Familienunternehmen und Vermögensplanung (LL.M.)“ der Uni Wien angeboten.

 

 

Das Schwierigste im Leben ist Veränderung

Dr. Maximilian Gruber und Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer (v.l.n.r.) Foto: Anna Exinger

Dr. Maximilian Gruber und Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer (v.l.n.r.) Foto: Anna Exinger