Aktuelles aus dem Universitätslehrgang

Rückblick: Vortrag "Blockchain in Banking, Finance und Wealth Management – zivilrechtliche und regulatorische Aspekte", RA MMag. Dr. Thomas Feldkircher am 10.05.2019

Vermögensplanung ist ein dynamisches Gebiet, geprägt von Internationalität und raschen Entwicklungen im tatsächlichen und rechtlichen Bereich. Getreu den Zielen des Lehrganges „Familienunternehmen und Vermögensplanung“ – nämlich den Blick über den Tellerrand zu wagen und zu schärfen sowie die Vernetzung diverser Rechtsgebiete stets im Blick zu behalten – hatten die Teilnehmer am Freitag, 10. Mai 2019 die Möglichkeit, exklusiv den Vortag „Blockchain in Banking, Finance und Wealth Management – zivilrechtliche und regulatorische Aspekte“ von Herrn RA MMag. Dr. Thomas Feldkircher, Partner der Kanzlei NÄGELE Rechtsanwälte GmbH in Liechtenstein/Vaduz und Konsulent bei MME AG Zürich und Zug, zu besuchen. 

Blockchain ist ein brandaktuelles Thema am Puls der Zeit, das diverse juristische Fragestellungen mit sich bringt. RA MMag. Dr. Feldkircher spannte den Bogen seines Vortrages von grundlegenden Ausführungen zur Distributed Ledger Technologie, über die juristische Einordnung eines Token in Zivil- und Aufsichtsrecht nach liechtensteinischer Perspektive, bis hin zum Praxisthema des Handels von Token in Primär- und Sekundärmarkt, wobei immer wieder Bezüge dieser Fragestellungen zum EU-weit harmonisierten Rechtsrahmen hergestellt wurden. Besonders interessant waren die Ausführungen zum Gesetzesvorschlag des „Blockchain-Gesetzes“ in Liechtenstein, an dessen Ausarbeitung die Kanzlei NÄGELE Rechtsanwälte GmbH mitbeteiligt war und damit sowohl Werdegang, als auch Hintergrund des Gesetzes im Rahmen des Vortrags aus erster Hand beleuchtet werden konnten. Aus den Ausführungen von RA MMag. Dr. Feldkircher wurde deutlich, dass das Thema Blockchain auf vielfältige Weise für Juristen bereits jetzt, aber auch in der Zukunft diverse Betätigungsfelder mit sich bringen wird. RA MMag. Dr. Feldkircher bot dem interessierten Publikum ein vielfältiges Potpourri an spannenden juristischen Themen in Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie, das auf viel Neugierde stieß und beim gemütlichen Ausklang noch zu dem ein oder anderen spannenden Gespräch mit dem Vortragenden führte.

Wir danken Herrn RA Dr. MMag. Dr. Thomas Feldkircher für den interessanten Vortrag, der HIER heruntergeladen werden kann.

 

 

Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer und RA MMag. Dr. Thomas Feldkircher (v.l.n.r.) Foto: Lena Zauchner

Rückblick: Kamingespräch mit Dipl. Ing. Franz Viehböck am 25.01.2019 im Palais Ephrussi

Die Kamingespräche des postgradualen Universitätslehrgangs „Familienunternehmen und Vermögensplanung (LL.M.)“ sind ein exklusives Event, welches den LehrgangsteilnehmerInnen ermöglicht, über den Tellerrand zu blicken und sich auch von bekannten Persönlichkeiten und ihren Werdegängen inspirieren zu lassen. Gastgeber und Mitorganisator ist die B&C Privatstiftung mit ihrem Sitz im Palais Ephrussi. Dieses vom berühmten Ringstraßenarchitekten Theophil Hansen entworfene Prunkbauwerk wurde zuletzt über das Buch von Edmund de Waal „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ wieder neu entdeckt.

 

Sein Doktoratsstudium abbrechen, um an einem Weltraumprojekt teilzunehmen? Warum nicht? Dipl. Ing. Franz Viehböck, der Gast des Kamingespräches am 25.01.2019 im Palais Ephrussi, hat es gewagt. Am 2. Oktober 1991 war er mit an Bord der Sojus TM-13 und 2020 wird er Chef der Berndorf AG.

Ein klares Ziel vor Augen zu haben, ist für Franz Viehböck ganz wichtig. Man entwickelt dann die Energie, die Dinge zu machen, um dieses Ziel zu erreichen. Der gebürtige Wiener hat Elektrotechnik an der TU abgeschlossen und sich vor dem Abschluss seiner Doktorarbeit entschlossen, am Wettbewerb um eine Kosmonauten-Ausbildung im russischen Juri-Gagarin Training Center teilzunehmen. Er wurde auch unter vielen Kandidaten ausgewählt. Zwei Jahre hat das Training für das sowjetisch-österreichische Weltraum-Projekt „Austromir“ gedauert. Als bis dato einziger Österreicher verbrachte er neun Tage im All auf der Weltraumstation „Mir“. Das zweijährige Training hat mit dem Erwerb der Kenntnisse der russischen Sprache begonnen und war dermaßen intensiv und umfangreich, dass - wie Viehböck während des Kamingespräches feststellte - der Raumflug selbst etwas langweilig war. 

Profitiert hat Franz Viehböck von seinen „Astronauten-Jahren“ viel. Seine Erfahrungen im Stress- und Teammanagement hat er später auch in der Theorie vertieft. Viele interessante Menschen als auch Firmen, die er weltweit kennen gelernt hat, sind das Kapital, aus welchem er mit vollen Händen schöpfen kann. Neben seiner internationalen Tätigkeit für die Boeing Company als Director for International Business Development, Europa-Verantwortlicher für den Bereich „Space & Communications“ und Country Director von Boeing in Österreich, wurde er 2001 auch der Technologiebeauftragte des Landes Niederösterreich. Im Jahr 2002 stellte er sich auch einer neuen Herausforderung und wurde zum Geschäftsführer bei Berndorf Band. Seit 2008 ist er Mitglied des Vorstandes der Berndorf AG - einer Firmengruppe aus mehreren mittelständischen Technologieunternehmen, dessen Vorsitz er 2020 übernehmen wird.

Mit seiner vielseitigen internationalen Erfahrung engagiert er sich in Marktnischen und Themenbereichen, in welchen er sich wohl fühlt und den Markt versteht. Als weltoffener und neugieriger Mensch hat er noch Einiges vor und wird uns, wie auch damals seinen Doktorvater, bestimmt noch überraschen. Wir bedanken uns herzlich für das spannende Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg!

 

Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer, Dipl. Ing. Franz Viehböck, Dr. Wolfgang Hofer (v.l.n.r.) - Foto: Anna Exinger

Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer, Dipl. Ing. Franz Viehböck, Dr. Wolfgang Hofer (v.l.n.r.) - Foto: Anna Exinger

Palais Ephrussi: Innenhof - Foto: Anna Exinger


Verleihung des Leistungsstipendiums der Österreichischen Notariatsakademie für die Teilnahme am postgradualen Universitätslehrgang „Familienunternehmen und Vermögensplanung (LL.M.)“

Die Österreichische Notariatsakademie hat sich als Ziel die Unterstützung der begabten JuristInnen im Rahmen ihrer Fortbildung gesetzt. Am 24. September 2018 wurde ein Leistungsstipendium für die Teilnahme am postgradualen Universitätslehrgang „Familienunternehmen und Vermögensplanung (LL.M.)“ an Herrn Mag. Philip Fabry verliehen. Die Jury setzte sich aus Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer (Vorsitz und wissenschaftliche Leitung des Lehrgangs), Univ.-Prof. Dr. Sabine Kirchmayr-Schliesselberger (Institut für Finanzrecht, Universität Wien) und Dr. Michael Umfahrer (Präsident Österreichische Notariatsakademie) zusammen. Herr Mag. Philip Fabry ist 22 Jahre alt, in Lilienfeld geboren und zurzeit juristischer Mitarbeiter beim Rechtsanwalt Mag. Erwin Dirnberger. Wir gratulieren!

Notar Dr. Michael Umfahrer, Mag. Philip Fabry und Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer (v.l.n.r.) - Foto: Anna Exinger